Eine abwechslungsreiche und spannende Aufgabe

Berufsbild Feuerwehr

Auf Einsatzfahrt
Brandeinsatz
Auf Einsatzfahrt
Brandeinsatz

Viele haben als Kind davon geträumt Feuerwehrfrau oder -mann zu werden, wenn die roten Feuerwehrfahrzeuge mit Sondersignal und Blaulicht durch die Straßen fuhren. Doch die Abenteuerlust, Romantik und Nostalgie aus Kindertagen haftet dem Beruf des heutigen Feuerwehrmannes nicht an. Gefragt sind vielmehr Mut, Einsatzbereitschaft, Teamgeist, körperliche Bestform sowie technisches Knowhow und die Bereitschaft Tag und Nacht das Äußerste von sich selbst abzuverlangen.

Die Angehörigen einer Berufsfeuerwehr sind im Beamtenverhältnis bei ihren jeweiligen Gemeinden beschäftigt. Grundvoraussetzungen sind die deutsche Staatsangehörigkeit, mindestens der Hauptschulabschluss sowie eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung. Beim Test sind gute Kenntnisse in Rechtschreibung, Mathematik und Allgemeinwissen erforderlich. In der Praxis werden sportliche Leistungsfähigkeit und handwerkliche Geschicklichkeit geprüft.

Eine medizinische Feuerwehrtauglichkeitsuntersuchung erfolgt nach dem Einstellungstest . Nach einem positiven Abschluss des Testes und der Untersuchung, kann eine Anstellung der Bewerber als Beamter auf Probe erfolgen.

In einer 20 monatigen Einführungszeit wird der Beamte auf seinen Beruf vorbereitet. Der Ausbildungsplan beinhaltet die feuerwehrtechnische Ausbildung genauso wie Sport, Deutsch, Chemie, Physik und viele weitere Fachgebiete. Verpflichtend für eine/n Feuerwehrfrau/-mann ist der Erwerb der Fahrerlaubnis der Klasse CE (LKW) sowie die Teilnahme an Sonderlehrgängen. Diese Lehrgänge können die Ausbildung zum Rettungssanitäter, Feuerwehrtaucher, Atemschutzgerätewart, Disponent in der Leitstelle, Höhenretter oder zum Mitarbeiter im Umweltschutz beinhalten. Der Beamte legt eine Laufbahnprüfung entsprechend der Ausbildungs- und Prüfungsordnung ab.

Die Einsatzbeamten der Berufsfeuerwehren gliedern sich in drei Laufbahngruppen:

  • Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst,
  • Gehobener feuerwehrtechnischer Dienst,
  • Höherer feuerwehrtechnischer Dienst.

Die Beamten des mittleren feuerwehrtechnischen Dienstes besetzen im Einsatzdienst einen Großteil der täglich erforderlichen Einsatzfunktionen auf den Feuerwachen als Angriffstrupp, Unterstützungstrupp, Atemschutzgeräteträger, Fernmelder, Maschinisten, Höhenretter, Taucher, Rettungssanitäter oder Rettungsassistent.

Im weiteren Verlauf ihrer Tätigkeit können sich die Einsatzkräfte zum Fahrzeugführer weiterqualifizieren. Auch der Aufstieg in den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst ist möglich. Einstellungsvoraussetzung ist in der Regel eine für den Feuerwehrdienst taugliche Berufsausbildung.

Die Beamten im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst nehmen Führungsaufgaben im Einsatzdienst und den Fachabteilungen der Berufsfeuerwehren (Einsatz, Aus- und Fortbildung, Technik, Vorbeugender Brandschutz) wahr. Als Zugführer haben sie die Einsatzlage zu erkunden sowie die notwendigen Einsatzmaßnahmen zu entscheiden und anzuordnen. Mit zunehmender Qualifizierung und Erfahrung kommt die Führung komplexer Einsatzlagen hinzu. Einstellungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium einer Fachhochschule.

Wie im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst, besteht aber auch die Aufstiegsmöglichkeit vom gehobenen in den höheren feuerwehrtechnischen Dienst.

Die Beamten des höheren feuerwehrtechnischen Dienstes besetzen die Leitungsfunktionen der Berufsfeuerwehren. Zu ihren Aufgaben gehören vor allem strategische Planungen in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern einer Feuerwehr, beispielsweise in der Vorbeugung, in der Technik und im Personalmanagement. Der Einsatzdienst beschränkt sich auf die Leitung größerer und komplexer Einsatzstellen. In den höheren Dienst kann eingestellt werden, wer ein Studium an einer Universität oder einer technischen Hochschule abgeschlossen hat.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der jeweiligen Berufsfeuerwehr in Ihrer Nähe.

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