CTIF Wettbewerb

Die 1961 eingeführten traditionellen Feuerwehrwettkämpfe teilen sich in zwei Disziplinen auf, die von der angetretenen Mannschaft durchgeführt werden müssen: Löschangriff und Staffellauf. Beim trockenen Löschangriff wird ein Einsatz mit einer Gruppe simuliert. Nachdem der Gruppenführer den Einsatzbefehl gegeben hat, muss die Mannschaft die Schlauchleitung von der Wasserentnahmestelle bis zu den beiden C-Strahlrohren aufbauen. Dabei wird neben der Zeit auch die Durchführung bewertet; wer nicht sauber und regelkonform arbeitet, riskiert Fehlerpunkte. Bei dem sich direkt anschließenden Hindernis-Staffellauf über 400 Meter muss ein sechs Meter langer Schwebebalken überquert, eine 150 cm hohe Hinderniswand überwunden und ein acht Meter langes Rohr durchquert werden. Jeweils nach 50 Metern wird das mitgeführte Strahlrohr als Staffelstab übergeben. Am Ende gewinnt die Mannschaft, welche am schnellsten den Löschangriff und den Staffellauf gemeistert hat und dabei die wenigsten Fehlerpunkte gesammelt hat.

Um bei den Feuerwehr-Wettkämpfen erfolgreich zu sein, muss ständig mindestens einmal wöchentlich trainiert werden, in Turnierzeiten auch zwei bis drei Mal. Jeder Handgriff soll perfekt sitzen. "Dafür üben die Mannschaften einen Ablauf auch fünf Mal hintereinander", erklärt Roland Pfau, der Fachgebietsleiter Wettbewerbe im Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg. Jeder habe dabei seine feste Position. Auch wenn die Abläufe immer und immer wieder die gleichen seien, werde es nicht langweilig, da man ja ständig die eigene Bestmarke toppen wolle. Dies fördere übrigens nicht nur die Kameradschaft in der Truppe, sondern halte auch jedes Mitglied für den alltäglichen Feuerwehreinsatz fit.

GOLD für die Feuerwehren aus Kuppingen und Renningen

Wettkampfgruppe aus Kuppingen
Wettkampfgruppe aus Renningen
Wettkampfgruppe aus Kuppingen
Wettkampfgruppe aus Renningen

Die weltweit besten Feuerwehrmannschaften haben vom 9. bis 15. Juli 2017 bei der Feuerwehr-Olympiade in Villach (Österreich) in verschiedenen Disziplinen um die begehrten Medaillen gekämpft. In Villach mit am Start waren bei den Traditionellen Internationalen Feuerwehrwettbewerben als einzige baden-württembergische Starter die Teams aus Herrenberg-Kuppingen und Renningen. Sie belegten unter 150 Mannschaften aus 17 Nationen die Plätze 16 und 24 und haben damit jeweils eine Gold-Medaille erreicht

Bei den Traditionellen Internationalen Wettbewerben werden die Medaillen Gold/Silber/Bronze je an das entsprechende Drittel der Gesamtwertung vergeben. Das monatelange Training, zweimal wöchentlich – zusätzlich zum normalen Feuerwehr-Übungs- und Einsatzdienst – hat sich für die beiden baden-württembergischen Mannschaften also ausgezahlt.

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