Das Präsidium

Das Präsidium des Landesfeuerwehrverbandes

Neben dem Vorstand setzt sich das Präsidium des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg aus den Vorsitzenden der Stadt- und Kreisfeuerwehrverbände sowie jeweils zwei Vertretern der Jugendfeuerwehren, der Berufsfeuerwehren, der Werkfeuerwehren und der Kreisbrandmeister zusammen.

Das Präsidium bestellt den Geschäfts- und Kassenführer, beruft den Landesjugendfeuerwehrwart und benennt die Vertreter des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg in anderen Gremien. Das Präsidium bereitet die Verbandsversammlungen und die Landesfeuerwehrtage vor.

Dem Präsidium des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg gehören an:

Verbandsvorstand
Dr. Frank Knödler Remseck Präsident
Gerhard Lai Schallstadt-Mengen Vizepräsident
Stefan Hermann Balingen Vizepräsident
Helmut Trautwein Steinheim/Murr Alters- und Seniorenabteilungen
Helmut Richter Radolfzell Fachgebietsleiter und Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Konstanz
Dr. Georg Belge Heidelberg Berufsfeuerwehren (AGBF)
Andrea Albrecht Stuttgart Fachgebietsleiterin
Harald Pflüger Winnenden Fachgebietsleiter
Klaus Merz Bad Buchau Fachgebietsleiter
Michael Oser Tübingen Feuerwehren mit hauptamtlichen Kräften (AGHF)
Hans-Joachim Gottuck Laudenbach Fachgebietsleiter
Nico Zimmermann Endingen Feuerwehrmusik Baden-Württemberg
Willi Dongus Filderstadt Geschäftsführer
Dr. Andreas Häcker Ditzingen Gesundheitswesen und Rettungsdienst
Martin Rühle Heimsheim Fachgebietsleiter
Thomas Häfele Reutlingen Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg
Reinhard Kirr Offenburg Fachgebietsleiter
Werner Vogel Crailsheim Kreisbrandmeister (AGKBM)
Andreas Wersch Kernen i.R. Fachgebietsleiter
Armin Ernst Tübingen Fachgebietsleiter
Walter Reber Denkendorf Fachgebietsleiter
Prof. Dr. Michael Reick Eislingen/Fils Fachgebietsleiter
Andreas Rudlof Filderstadt Werkfeuerwehren (AGWF)
Vorsitzende der Kreis- und Stadtfeuerwehrverbände
Klaus Dalferth Stuttgart Vorsitzender Stadtfeuerwehrverband Stuttgart
Markus Priesching Herrenberg Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Böblingen
Bernd Müller Altenriet Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Esslingen
Werner Nagel Donzdorf Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Göppingen
Uli Steeger Sontheim/Brenz Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Heidenheim
Reinhold Gall MdL Obersulm Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Heilbronn
Wolfgang Brosig Öhringen Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Hohenlohekreis
Klaus Haug Hessigheim Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Ludwigsburg
Hans-Peter Achatz Bad Mergentheim Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Main-Tauber-Kreis
Klaus Kurz Bopfingen Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Ostalbkreis
Georg Spinner Leutenbach Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Rems-Murr-Kreis
Alfred Fetzer Rot am See Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Schwäbisch-Hall
Gerhard Kloé Baden-Baden Vorsitzender Stadtfeuerwehrverband Baden-Baden
Ulrich Volz Karlsruhe Vorsitzender Stadtfeuerwehrverband Karlsruhe
Karl Mayer Mannheim Vorsitzender Stadtfeuerwehrverband Mannheim
Carsten Sorg Pforzheim Vorsitzender Stadtfeuerwehrverband Pforzheim
Klaus Ziegler Wildberg Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Calw
Markus Haberstroh Knittlingen Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Enzkreis
Maik Zinser Baiersbronn Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Freudenstadt
Holger Roßwag Karlsbad Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Landkreis Karlsruhe
Andreas Hollerbach Buchen Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Neckar-Odenwald
Mirko Lipinski Bühl Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Rastatt
Marcus Zeitler Schönau Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Rhein-Neckar-Kreis
Roland Neininger Freiburg Vorsitzender Stadtfeuerwehrverband Freiburg
Christoph Zachow Breisach Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Breisgau-Hochschwarzwald
Jörg Berger Sexau Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Emmendingen
Günter Lenke Kandern Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Lörrach
Michael Wegel Achern Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Ortenaukreis
Dr. Bernhard Schönemann Dunningen Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Rottweil
Florian Vetter Villingen-Schwenningen Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Schwarzwald-Baar-Kreis
Ernst Heinemann Renquishausen Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Tuttlingen
Manfred Rotzinger Albbruck Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Waldshut
Hans Klarer Ulm Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Alb-Donau-Kreis
Berthold Rieger Andelfingen Vorsitzender  Kreisfeuerwehrverband Biberach
Günther Laur Salem Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Bodenseekreis
Michael Otto Weingarten Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Ravensburg
Gunter Hespeler Eningen unter Achalm Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Reutlingen
Friedrich Sauter Leibertingen Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Sigmaringen
Bernd Strohmaier Mössingen Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Tübingen
Wolfgang Jetter Balingen Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband Zollernalb
Vertreter der Feuerwehrsparten
Martin Stürzl-Rieger Ravensburg Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg
Harald Herrmann Reutlingen Berufsfeuerwehren
Dipl.-Ing. Thomas Schmitt Mannheim Berufsfeuerwehren
Dieter Durian Remseck Werkfeuerwehren
Günter Vogel Neckarsulm Werkfeuerwehren
Mario Rumpf Rottweil Kreisbrandmeister

Sitzung des Präsidiums am 2. Juli 2016

Das Präsidium während der Sitzung
Fachgebietsleiter Helmut Richter berichtet dem Präsidium zur Aus- und Fortbildung
Fachgebietsleiterin Andrea Albrecht bei ihrem Bericht an das Präsidium
Präsident Dr. Frank Knödler, DFV-Präsident Hartmut Ziebs, Dr. Müjgan Percin, Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen (v.l.n.r.)

Das Feuerwehrhotel Sankt Florian in Hinterzarten-Bruderhalde feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. Grund genug für das Präsidium des Landesfeuerwehrverbandes und den Vereinsausschuss des Vereins Baden-Württembergisches Feuerwehrheim, dem junggebliebenen Senior am ersten Juliwochenende mit seiner aktuellen Sitzung einen Besuch abzustatten. Unter den Gästen auch der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) Hartmut Ziebs und die neue DFV-Bundesgeschäftsführerin Dr. Müjgan Percin.

Dr. Frank Knödler, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg und Geschäftsführer Willi Dongus berichteten den Mitgliedern des Präsidiums zunächst über den geplanten Ablauf und die vorgesehene Tagesordnung der Verbandsversammlung in Buchen im Neckar-Odenwald-Kreis vom 20. bis 22. Oktober 2016. Der für die Organisation vor Ort verantwortliche Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Andreas Hollerbach stellte das Rahmenprogramm und das Unterbringungskonzept vor.

Weiter auf der Agenda des Präsidiums standen die Vorstellung und Genehmigung der Rechnungsergebnisse für das Jahr 2015 für den Gesamtverband, für die Landesjugendfeuerwehr sowie die Feuerwehrstiftung Gustav-Binder. Nach der Zustimmung zum Rechnungsergebnis 2015 befasste sich das Gremium mit dem Nachtragshaushalt 2016 und dem Haushaltsplan für 2017.

Neue LFV-Geschäftsstelle in Planung – Baubeginn noch 2017

Dr. Frank Knödler berichtete dem Präsidium über den aktuellen Stand der projektierten LFV-Geschäftsstelle, die in den Neubau der Feuer- und Rettungswache 5 in Stuttgart-Möhringen („Filderwache“) integriert werden soll.

Bereits beim Umzug von Böblingen nach Filderstadt im Jahre 2011 war klar, dass der derzeitige Standort im Stadtteil Bernhausen nur vorübergehend ist. Das Präsidium deshalb bei seiner Sitzung im März 2013 der dauerhaften Einrichtung einer Geschäftsstelle zusammen mit dem Neubau der Feuer- und Rettungswache 5 zugestimmt und ein entsprechendes Raumprogramm beschlossen, das den Anforderungen des Verbandes gerecht wird. Mit dem Bau soll voraussichtlich im September 2017 begonnen werden. Präsident Knödler rechnet mit einem Bezug der neuen Räumlichkeiten „bis Mitte 2019“.

Das Präsidium empfiehlt der Verbandsversammlung in Buchen im Oktober diesen Jahres den vorliegenden Planungen zur neuen Geschäftsstelle im Zusammenhang mit dem Neubau der Feuer- und Rettungswache 5 zuzustimmen.

Einführung von Bandschnallen für die Feuerwehrmusik

Die Feuerwehrmusiker/innen in Baden-Württemberg erhalten Ehrennadeln und Leistungsabzeichen der Bundesvereinigung Deutscher Musikerverbände (BDMV) sowie Ehrennadeln über die Zugehörigkeit zu einem Feuerwehrmusikzug im Zehnjahresintervall. Fachgebietsleiter und Landesstabführer Nico Zimmermann informierte das Präsidium über den Wunsch der Feuerwehrmusiker, die Ehrenzeichen wegen des einheitlichen Erscheinungsbildes künftig als Bandschnallen an den neuen Uniformen tragen zu wollen. Dem stimmte das Präsidium gerne zu.

Verband fordert Einführung eines Feuerwehr-Ehrenzeichens des Landes in Bronze

Weiterhin möchte der Landesfeuerwehrverband die Anregung aus den Kreisen der Feuerwehren aufnehmen, ein Ehrenzeichen für 15-jährige aktive Zugehörigkeit zu einer Feuerwehr einzuführen. Das soll die seitherigen Ehrenzeichen des Landes für 25-, 40- und 50-jährigen Einsatzdienst ergänzen. In einem in Kürze anstehenden Grundsatzgespräch mit Innenminister Thomas Strobl will man das Thema nun erneut ansprechen.

DFV will Präsenz bei Bundesparteitagen zeigen

Hartmut Ziebs, der im November bei der DFV-Delegiertenversammlung in Berlin neu ins Amt gewählte Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, hatte gleich mehrere Themen auf seiner Agenda. So werde der DFV künftig auf den Bundesparteitagen der im Bundestag vertretenen Parteien Präsenz zeigen. Der Anfang wurde beim Bundesparteitag der Partei „Die Linke“ in Magdeburg gemacht, wo er gemeinsam mit DFV-Vize Lars Oschmann und unterstützt von ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen die Bundesdelegierten der „Linken“ über die Aufgaben und Rahmenbedingungen der Feuerwehren in Deutschland informierte.

Hartmut Ziebs berichtete ferner, dass es erste gute Kontakte des DFV zur deutsch-israelischen Gesellschaft gebe und zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs im Jahr 2018 an den Außengrenzen zu den Nachbarländern verschiedene gemeinsame Aktionen geplant seien. Für den „Berliner Abend“ bei der Delegiertenversammlung im November 2016 in München konnte Ziebs als Gastredner Peter Altmaier gewinnen, den Chef des Bundeskanzleramtes und Minister für besondere Aufgaben.

EU-Strafverfahren: Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge künftig nur noch mit Busführerschein?

Für erheblichen Ärger in deutschen Feuerwehrkreisen sorgt wieder einmal die Europäische Union. Nach Meinung von Brüssel soll für Fahrzeuge über dreieinhalb Tonnen Gesamtlast und einer Personenkapazität von mehr als drei Personen künftig ein Busführerschein erforderlich werden. Hier will der DFV über die Bundesregierung eine Ausnahmeregelung für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr anstreben. Ziebs verwies gleichzeitig darauf, welche Auswirkungen die geplante EU-Verordnung nicht nur für die Feuerwehren, sondern auch auf die deutschen Handwerksbetriebe haben würde, so sie wie geplant umgesetzt würde.

Änderungen bei FwDV 7 und Geräteprüfordnung: Tagesgeschäft des DFV

Aber auch gute Nachrichten hatte der DFV-Präsident im Gepäck: so gibt es künftig für Feuerwehrmitglieder einen 50%igen Preisnachlass bei Medienportalen wie BILD-Online oder WELT-Online. Reinhold Gall, Innenminister a.D. und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn, brachte in der Diskussion zudem eine „Feuerwehr-Card“ ins Gespräch. Der seitherige Feuerwehrdienstausweis „bringt dem Feuerwehrangehörigen keinen Vorteil“, so Gall. Er setze vielmehr auf die Symbolik einer Feuerwehr-Card, mit der bestimmte Vorteile in Verbindung stünden, etwa ein um einen Cent vergünstigtes Tanken oder ähnliches. Andere Verbände oder Automobilclubs lieferten hier gute Beispiele.

Der DFV-Präsident berichtete weiter über das anstehende Tagesgeschäft. Auf der Agenda des DFV steht aktuell z.B. die Überarbeitung der Feuerwehrdienstvorschrift 7 „Atemschutz“ und eine Änderung der Geräteprüfordnung der Deutschen Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Ziebs: „Wir müssen hier schauen, ob der seitherige Umfang wirklich notwendig ist“. Auch werde derzeit eine neue Bundesjugendleitung gesucht.

Zudem möchte der DFV seine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit „auf neue Beine stellen“. Hier bestehe, so Ziebs, ein „erheblicher Aufklärungsbedarf – was macht Feuerwehr überhaupt?“.

Ziebs: „Flüchtlinge als Chance begreifen!“

Der DFV-Präsident ging in seinem Vortrag nochmals auf die aktuelle Flüchtlingssituation ein und betonte die besondere Rolle der Feuerwehren bei der Bewältigung dieser Aufgabe. „Die Integration von Flüchtlingen in die Feuerwehr ist eine große Herausforderung – und eine riesige Chance!“ Zahlreiche Landesfeuerwehrverbände engagierten sich bereits mit großem Einsatz durch Maßnahmen vor Ort, die direkt bei den Feuerwehren ankommen.

Strategiepapier „FREIWILLIG.stark!“ - Abstimmung mit den Kommunalen Landesverbänden

Präsident Dr. Frank Knödler berichtete dem Präsidium über die aktuellen Gespräche mit den Kommunalen Landesverbänden. So werde das vom Landesfeuerwehrverband herausgegebene Strategiepapier „FREIWILLIG.stark!“ von Gemeindetag und Städtetag Baden-Württemberg jeweils mitgetragen. Nun warte man auf die weitere Umsetzung vor Ort, die der Landesfeuerwehrverband aufmerksam begleiten werde. Auch die aktuelle Empfehlung des LFV zur Höhe der Aufwandsentschädigung von Funktionsträgern und die notwendige Änderung der Mustersatzung sind Gegenstand Abstimmungen mit den Kommunalen Landesverbänden.

Änderung Umsatzsteuergesetz: Auswirkungen auf die Feuerwehren

Für Gesprächsstoff sorgt derzeit auch die Änderung des Umsatzsteuergesetztes (wir werden berichten) und seine Auswirkungen auf die Feuerwehren im Land. So hat sich die Umsatzbesteuerung juristischer Personen, zu denen auch die Städte und Gemeinden gehören, grundlegend geändert. Mit dem Wegfall des § 2 Abs. 3 Umsatzsteuergesetz (UStG) wird die seitherige Koppelung der umsatzsteuerlichen Unternehmereigenschaft einer „juristischen Person des öffentlichen Rechts“ an den seitherigen körperschaftlichen Begriff des „Betriebs gewerblicher Art“ (BgA) aufgegeben. Damit werden künftig sogenannte „privatrechtliche Leistungsbeziehungen“ einer Gemeinde umsatzsteuerpflichtig. Davon betroffen ist auch das Sondervermögen zur Kameradschaftspflege (Kameradschaftskasse). Die Änderung tritt zum 1. Januar 2017 in Kraft. Bis zum Jahresende muss sich eine Kommune entscheiden, ob sie ab 2017 die neue Rechtsgrundlage anwendet oder ob sie bis längstens bis zum 31.12.2010 die seitherige Praxis anwenden möchte.

Konkret bedeutet dies für die Feuerwehren, dass spätestens ab 2021 mit dem Wegfall des „Betriebs gewerblicher Art“ jede privatrechtliche Leistungsbeziehung ab dem ersten Euro umsatzsteuerpflichtig wird. Gleichzeitig besteht dann auch die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug für eingekaufte Lieferungen und Leistungen.

Der Landesfeuerwehrverband hatte den Gemeindetag um eine entsprechende Stellungnahme gebeten und die Kreis- und Stadtfeuerwehrverbände jüngst umfassend in einem Rundschreiben über die Gesetzeslage informiert. Er empfiehlt darin den Feuerwehren, sich in der Sache mit den Städten und Gemeinden in Verbindung zu setzen.

Präsidiumssitzung im „Sankt Florian“ – was stand sonst noch auf der Tagesordnung?

Feuerwehr-Grundausbildung als Schulfach: Stefan Herrmann, LFV-Vizepräsident, berichtete dem Präsidium über die Erfahrungen von einem Pilotprojekt an der Berufsschule Rottenburg. Die „Brandhilfe“ hat hierzu bereits berichtet.

Walter Reber, Fachgebietsleiter Sozialwesen, Unfallverhütung und Notfallnachsorge im Landesfeuerwehrverband, berichtete Aktuelles aus seinem Fachbereich. Er regte zudem an, die Bezeichnung Notfallseelsorge durch den treffenderen Begriff „Notfallnachsorge“ zu ersetzen. Bei der Sozialwahl der Unfallkasse Baden-Württemberg im nächsten Jahr wird Walter Reber weiterhin als Vertreter des LFV benannt, so der Wunsch des Präsidiums.

Fachbereich Gesundheitswesen und Rettungsdienst: Dr. Bernhard Schönemann legt sein Amt aus beruflichen Gründen nieder. Vorstand und Präsidium bedauern dies, haben aber Verständnis für seine Entscheidung. Aus Schönemanns Feder stammt u.a. die „Fachempfehlung zu den Anforderungen an einen Feuerwehrarzt“. Derzeit gibt es zwei geeignete Bewerber für seine Nachfolge. Eine Entscheidung ist allerdings noch nicht getroffen.

Andrea Albrecht, Fachgebietsleiterin Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung, berichtete aus ihrem Arbeitskreis. In Kürze erhalten die Kreis- und Stadtfeuerwehrverbände online Fragebögen zu den Themenbereichen. Derzeit, so Albrecht, konzentriere man sich schwerpunktmäßig auf die Brandschutzerziehung von Kindern.

Fachgebiet Aus- und Fortbildung: Helmut Richter schilderte dem Präsidium u.a. den aktuellen Stand der Verwaltungsvorschrift (VwV) „Feuerwehrausbildung“, die Ende 2017 ausläuft. Derzeit werde an der Landesfeuerwehrschule ein Neuentwurf erarbeitet.

Dr. Frank Knödler berichtete von der Sitzung des DFV-Präsidialrates in Saarbrücken. Außerdem wurden die Delegierten des Landesfeuerwehrverbandes für die Delegiertenversammlung des DFV am 12. November 2016 in München bestellt.

Hinweise zur LFV-Facharbeit

Geschäftsführer Willi Dongus stellte dem Präsidium die neu erarbeiteten Richtlinien zur Facharbeit im Landesfeuerwehrverband vor. Grundlage ist die Verbandssatzung. Die Fachgebietsleiter gehören nach § 15 dem Verbandsvorstand an; ihre Amtszeit beträgt bekanntlich fünf Jahre.

Die Facharbeit erfolgt durch Informationen, Erörterungen und Beschlüsse. Durch die Facharbeit soll die Position des Landesfeuerwehrverbandes gefestigt und die Feuerwehren und Verbandsmitglieder in ihrer Arbeit unterstützt werden. Sie ist damit eine wichtige Ressource im Rahmen der verbandlichen Meinungsbildung. Derzeit tagen regelmäßig die verbandsspezifischen Ausschüsse der vier Fachgebiete Aus- und Fortbildung; Brandschutzerziehung und -aufklärung; Feuerwehrfahrzeuge, Gerätetechnik und Ausrüstung sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Bei den institutionellen Arbeitsgemeinschaften beraten sich zudem regelmäßig die Ausschüsse der Alters- und Seniorenabteilungen, Brandschutzgeschichte, Feuerwehrmusik und Jugendfeuerwehr.

Sitzung des Präsidiums am 9 April 2016

Die Mitglieder des Präsidiums während der Sitzung in Kenzingen

Am 9. April 2016 tagte das Präsidium des Landesfeuerwehrverbandes im neuen Feuerwehrhaus in Kenzingen im Landkreis Emmendingen. Inhaltliche Schwerpunkte der Sitzung waren der Beschluss der Empfehlungen des Landesfeuerwehrverbandes über die Höhe der Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Feuerwehrangehörige der Gemeindefeuerwehren, Berichte aus den Fachgebieten des Landesfeuerwehrverbandes, die Bestätigung der Wahlen des Arbeitskreises Feuerwehrmusik sowie die Vorbereitung der Verbandsversammlung 2016 und des Landesfeuerwehrtages 2018.

Nach der Verabschiedung der langjährigen Verbandsvorsitzenden Joachim Butz aus Pforzheim, Markus Riesterer aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sowie Helmut Wibel aus dem Landkreis Ludwigsburg begrüßte der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Dr. Frank Knödler die neuen Vorsitzenden Carsten Sorg (Pforzheim), Christoph Zachow (Breisgau-Hochschwarzwald) und Klaus Haug (Ludwigsburg) im Kreise des Präsidiums.

Nach ausgiebiger Diskussion beschloss das Präsidium die „Empfehlungen des Landesfeuerwehrverbandes über die Höhe der Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Feuerwehrangehörige der Gemeindefeuerwehren“. Der Landesfeuerwehrverband hat damit Anregungen seiner Mitgliedsverbände und Hinweise bei der Erstellung des Strategiepapieres „FREIWILLIG.stark!“ aufgegriffen. Auch die Ergebnisse eines Workshops mit den Stadt- und Kreisfeuerwehrverbänden gaben Anlass, die Initiative zur Erarbeitung dieser Empfehlungen zu ergreifen. Der Landesfeuerwehrverband hatte dazu eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Hintergrund dieser Anregungen waren auch die offensichtlich große Unsicherheit und die nicht begründeten großen Unterschiede der Entschädigungshöhen innerhalb der Gemeinden des Landes Baden-Württemberg. Die beschlossene Empfehlung wird nun mit dem Gemeindetag und dem Städtetag abgestimmt und anschließend veröffentlicht.

Fachgebietsleiter Andreas Wersch berichtete über die Sitzung des Fachausschusses „Öffentlichkeitsarbeit“ und ging auf geplante Projekte mit dem Schwerpunkt Brandhilfe und Social Media ein. Ein ausführlicher Bericht zu der Sitzung wurde in der Brandhilfe Mai 2016 veröffentlicht.

Über die Inhalte der Sitzung des Fachausschuss „Brandschutzerziehung und -aufklärung“ informierte Fachgebietsleiterin Andrea Albrecht das Präsidium und erläuterte eine geplante Abfrage zum derzeitigen Stand der Brandschutzerziehung und -aufklärung im Land. Die Ergebnisse sollen in eine Konzeption zur Brandschutzerziehung und -aufklärung einfließen.

Dr. Bernhard Schönemann, Fachgebietsleiter „Gesundheitswesen und Rettungsdienst“, stellte die wesentlichen Eckpunkte der „Fachempfehlung zu den Anforderungen an einen Feuerwehrarzt“ vor. Diese ging auf ein Treffen der Feuerwehrärzte in Baden-Württemberg im Juli 2015 im Feuerwehrhotel Sankt Florian zurück. Über die Fachempfehlung haben bereits in der Brandhilfe April 2016 berichtet.

Die Bedeutung einer funktionierenden Nachsorge für Einsatzkräfte stellte Walter Reber, Fachgebietsleiter „Sozialwesen, Unfallverhütung und Notfallseelsorge“, heraus und berichtete von einem Gespräch mit den Vertretern der Landesfeuerwehrschule. Die bestehenden unterschiedlichsten Lösungen und Konzepte sollen mit einem Fragebogen erhoben werden. Ziel kann eine Empfehlung des Landesfeuerwehrverbandes zu dieser Thematik sein.

Einstimmig bestätigte das Präsidium die Wahlen, die bei der 42. Landesversammlung der Feuerwehrmusik am 19. März 2016 in Nürtingen stattgefunden haben. Die Wahlen von Landesstabführer Nico Zimmermann aus Endingen, Landesausbildungsleiterin Sabine Feigenbaum aus Remseck, Fachgebietsleiter Wertungs- und Kritikspielen Frank Ratter aus Heidenheim und Protokollführer Rainer Kern aus Teningen wurden bestätigt. Ein ausführlicher Bericht über die Delegiertenversammlung der Feuerwehrmusik erschien bereits in der Brandhilfe April 2016.

Das Präsidium wurde ebenfalls über den Stand der Vorbereitungen des 12. Landesfeuerwehrtages 2018 in Heidelberg informiert. Es begrüßt die Anregung einer Arbeitsgruppe, die Kreise und Regionen des Landes stärker in den Landesfeuerwehrtag in Form von Mit-Mach-Aktionen und Ständen einzubeziehen.

Der Abteilungsleiter im Innenministerium Hermann Schröder informierte das Präsidium über die Neuorganisation im Innenministerium Baden-Württemberg mit der Schaffung der Abteilung 6 – Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement und der Neubesetzung des Landesbranddirektors.

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