Verbandsversammlung 2018

Die Pr├Ąsentationen der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung

Bei der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am Freitag, 19. Oktober 2018 in der Stadthalle in Tuttlingen wurden verschiedene Themenbereiche vorgestellt. Hier finden Sie die Präsentationen:

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„Industrie 4.0 und die Welt drum herum" (Nico Zimmermann)

Download-icon „Der Weg der Feuerwehr in die digitale Welt" (Peter Breuer)

„Explosion bei der BASF“ (Jörg Urban)
Präsentation wurde seitens der BASF nicht freigegeben

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„KaReVeTo – Das Werteprojekt der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg

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Qualitätsmanagement in der Feuerwehr (Ingo Breuer)

Tuttlingen Gastgeber der Verbandsversammlung 2018

Tuttlingen ist die Gastgeberin der diesjährigen Verbands- und Vereinsversammlung. Es erwartet uns ein tolles Veranstaltungsprogramm in einer sehenswerten Stadt.

Landschaftlich reizvoll gelegen
Der Landkreis Tuttlingen liegt in einem der landschaftlich reizvollsten Gebiete Baden-Württembergs. Geographisch umfasst er die südwestlichen Ausläufer der Schwäbischen Alb mit ihren höchsten Erhebungen (Lemberg bei Gosheim 1.015 Meter, Klippeneck und Dreifaltigkeitsberg fast 1.000 Meter), Teile der Baar, die schon zum Schwarzwald hinweisen und das Tal der jungen Donau.
Die große europäische Wasserscheide zwischen Rhein und Donau durchzieht den Kreis von West nach Ost, so dass der nördliche Teil mit den Städten Trossingen und Spaichingen zum Einzugsgebiet des Neckars und später des Rheins, der südliche Teil mit Geisingen, Immendingen und der Großen Kreisstadt Tuttlingen zu dem der Donau gehört. An, über oder in den Seitentälern der jungen Donau spielt sich alles in diesem Landkreis ab. Folgt man dem Fluss, jenseits der Kreisgrenze von den aus dem Südschwarzwald kommenden Quellflüssen Brigach und Breg „zuweg“ gebracht, wird man  zunächst auf die Baar geführt, die bestimmende Hochebene zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb. Die Donau durchläuft sie gemächlich in sanften Kehren und Schleifen. Bevor sie hinter Tuttlingen die Kalkformation der Schwäbischen Alb durchbricht, wo im Laufe der Jahrtausende eine einzigartige Berglandschaft entstanden ist mit engen Flusskehren, schroff abfallenden Hängen, an denen immer wieder aus dem satten Grün der Wälder leuchtend das weiße Kalkgestein hervortritt. Hier geschieht etwas ganz und gar Einmaliges: Die Donau verschwindet einfach und hinterlässt ein ausgetrocknetes Flussbett. Starke Regenfälle und die Schneeschmelze erwecken den Fluss manchmal wieder zum Leben. Wo aber ist die Donau geblieben? Durch das zerklüftete kalkreiche Weißjuragestein ist das Donauwasser versickert, um bei dem kleinen, zwölf Kilometer von Tuttlingen entfernten Hegaustädtchen Aach, mit 10.000 Litern pro Sekunde als größte Quelle Deutschlands wieder an die Oberfläche zu kommen. Als eine Landschaft von einzigartigem Reiz stellt sich auch der Heuberg dar. Wacholderheiden und der stete Wechsel von Wald und Feld, dazwischen kleine idyllische Dörfer, bestimmen das Bild des Heubergs. Bei einer durchschnittlichen Höhe von 800 bis 900 Metern herrscht auf dem Heuberg über lange Perioden ein raues, aber gesundes Klima. „Die Füße sind der beste Heimatforscher“, sagte einst Johann Wolfgang von Goethe, der – wie auch Hermann Hesse– den Kreis Tuttlingen bereiste. Wir laden Sie herzlich ein, unsere einzigartige Naturlandschaft bei einem Besuch in unserem Kreis selbst kennen zu lernen.

Der Landkreis Tuttlingen als Wirtschaftsraum
In der Vergangenheit hat es der ländliche Raum – und zu diesem gehört auch der Landkreis Tuttlingen – nicht leicht gehabt, sich gegen die wirtschaftlichen Ballungsgebiete zu behaupten. Im Gegensatz zu anderen ländlich strukturierten Gebieten hat die Industrialisierung im Kreis Tuttlingen jedoch relativ früh eingesetzt und ein außergewöhnliches Niveau erreicht. Die Menschen, die hier leben haben wesentlichen Anteil an diesem bemerkenswerten Aufschwung. Fleiß, Ideenreichtum und Sparsamkeit prägen den Charakter und die Lebenseinstellung der Menschen dieser Region. Noch in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts war der heutige Landkreis Tuttlingen ein bettelarmes Gebiet. Aber Not macht erfinderisch. Mutige Arbeitgeber und fleißige Arbeitnehmer haben aus dieser kargen Gegend eine blühende Industrielandschaft gemacht. Heute ist der Landkreis Tuttlingen ein wirtschaftlich gut fundierter, steuerstarker Landkreis. Stadt und Landkreis Tuttlingen gelten in der Welt als das Zentrum für die Herstellung von moderner Medizintechnik. Rund 400 Firmen, an der Spitze die Firma Aesculap in Tuttlingen, die medizintechnische Produkte herstellen oder vertreiben, sind im Landkreis Tuttlingen zu finden, darunter weitere renommierte Firmen wie Karl Storz, Gebrüder Martin, Karl Leibinger oder Berchthold Medizintechnik.

Starker Mittelstand und flexible Kleinbetriebe
Betriebe mit einem hohen Bekanntheitsgrad im In- und Ausland sind auch die Elektrotechnikfirma Marquardt in Rietheim-Weilheim, die Werkzeugmaschinenunternehmen Chiron in Tuttlingen und Berthold Hermle in Gosheim, der traditionsreiche Harmonikahersteller Hohner in Trossingen und der Zählerproduzent Hengstler in Aldingen. Das Hammerwerk in Fridingen produziert Schmiedeteile, die Firma Anton Häring in Bubsheim Präzisionsdrehteile und die Uhrenmanufaktur Hermle in Gosheim Heim- und Großuhren. Für die ehemals starke Schuhindustrie steht die Kurt Rieker GmbH. Eine gesunde Mischung größerer, mittlerer und kleinerer Betriebe geben der Wirtschaft im Landkreis ihr Profil. Die mittelständischen Unternehmen sind der Motor unserer Region. In der Produktentwicklung und in der Anwendung neuer Technologien sind diese Betriebe beispielhaft. Zusammen mit den kleineren Unternehmen sorgen sie für eine ausgesprochen positive Beschäftigungsbilanz und sind  auf Grund ihrer ausgewogenen Struktur gegen starke konjunkturelle Schwankungen gerüstet. Eine Vielzahl von flexiblen Kleinbetrieben in den Bereichen Chirurgiemechanik, Medizintechnik, Metallverarbeitung und Elektrotechnik sorgen mit hohen Exportquoten für eine pulsierende Wirtschaft im Landkreis Tuttlingen. Nicht umsonst hat der Industrielandkreis Tuttlingen die größte Industriedichte in Baden-Württemberg nach der Region Stuttgart. Die Zahl der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis Tuttlingen hat in den letzten Jahren drastisch abgenommen. Trotzdem gibt die Land- und Forstwirtschaft heute immernoch zahlreichen Bauern einen sicheren Verdienst und den Nebenerwerbslandwirten ein zusätzliches Einkommen.

Von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft
Der Wandel von der Industriegesellschaft zur Dienstleistungs- und Kommunikationsgesellschaft macht auch vor dem Landkreis Tuttlingen nicht Halt. Und gerade hier findet dieser Wandel fruchtbaren Boden, denn die Medizintechik ist das Paradebeispiel für einen Wirtschaftszweig, der in globale Wirtschaftsprozesse eingebunden ist. Zusammen mit unserer industriellen Entwicklung ist so die Notwendigkeit in den Unternehmen und die Erkenntnis bei den Unternehmern gewachsen, den Dienstleistungsbereich verstärkt und nachhaltig auszubauen. Dadurch hat im Bereich der industriellen Serviceleistungen ein bemerkenswerter Wachstumsprozess eingesetzt, von dem aber auch die privaten Dienstleister, wie zum Beispiel Handel, Banken oder technische Büros und die öffentlichen Einrichtungen, wie beispielsweise Schulen oder Krankenhäuser profitiert haben. Der Zuwachs an Dienstleistungsbetrieben lag in den vergangenen Jahren stetig über dem Landesdurchschnitt und so konnte der Landkreis Tuttlingen den für den ländlichen Raum typischen Nachholbedarf an Dienstleistungs-Infratruktur erheblich abbauen. Neue Informationstechnologien, vor allem das Internet, lassen den uneinholbar erscheinenden Vorsprung der Ballungsgebiete weiter schwinden.

Tuttlingen – Die Schachbrettstadt an der Donau
Von Leuten, die lange nicht in Tuttlingen waren, hört man oft einen ganz bestimmten Satz: „Die Stadt hat sich aber gemacht.“ In der Tat: Tuttlingen gehört zu den Städten, die während der letzten Jahre eine rasante Entwicklung erlebt haben. Und wer heute durch die Lindenallee der Fußgängerzone spaziert, am Rathausbrunnen eine Pause einlegt und gegen Abend auf der Terrasse der Stadthalle mit Blick auf die Donau den Beginn der Theateraufführung abwartet, wird eines nicht verstehen: Warum hatte die Stadt so lange den Ruf der „grauen Maus“?

Donau als Lebensader
Dabei hat Tuttlingen schon seit jeher gute Voraussetzungen gehabt: Das fängt bei der Lage an der Donau an. Bei Flusskilometer 2.747 – also 2.747 Kilometer bis zu ihrer Mündung ins Schwarze Meer – fließt sie durch Tuttlingen, direkt an der Innenstadt vorbei. Und das Wort „vorbei“ wurde in früheren Jahren wörtlich genommen: Der Fluss galt als Bedrohung, die Stadt schottete sich von ihm ab und vergab die Chancen, die ein Gewässer städteplanerisch bietet. Inzwischen aber hat sich die Stadt zum Fluss hin gewandt – und dadurch nur gewonnen. Der neue Donaupark ist Erlebnisraum zwischen Stadt und Fluss, und auch die wichtigsten Großprojekte wurden unmittelbar in die Nähe der Donau gebaut: Mühlau-Sporthalle, Freizeitbad Tuwass, Scala-Kino und Stadthalle bilden heute eine architektonische Achse, die dem Lauf der Donau folgt. Die meisten dieser Projekte entstanden ab Mitte der 90er Jahre – in einer Zeit, in der andere Städte schon anfingen, Bäder und Hallen aus Kostengründen zu schließen. Dass dies in Tuttlingen anders ist, liegt an einer soliden Wirtschaftsstruktur. Als Weltzentrum der Medizintechnik beherbergt die Stadt weltweit operierende Firmen und zahlreiche kleine und mittlere Betriebe – alles in allem über 450 Firmen. Die Medizintechnik löste die zuvor in Tuttlingen dominierende Leder- und Schuhindustrie ab – und ersparte der Stadt so eine schmerzhafte Strukturkrise. Tuttlingen konnte eine industriell geprägte Stadt mit hohem Arbeiteranteil bleiben und musste sich nicht neu erfinden.

Brandkatastrophe als Chance zum Neustart
Schließlich ist die Stadt schon einmal neu erfunden worden – seinerzeit als Folge einer Katastrophe: Im November 1803 brannte die Stadt binnen weniger Stunden komplett ab. Auf dem Trümmerfeld entstand dann eine für ihre Zeiten revolutionäre Neuplanung: Der württembergische Landbaumeister Carl-Friedrich Uber griff auf die römische Idee der Rasterstadt zurück – man lebte schließlich in der Epoche des Klassizismus – und entwarf die „Stadt im Quadrat“. Wie die Donau musste aber auch der Reiz des Schachbrettmusters erst wieder neu entdeckt werden. Noch in den 70er-Jahren liebäugelten die Stadtväter mit einem Teilabriss der Quartiere, neue Viertel mit geschwungenen Straßenverläufen hätten sie ersetzen sollen. Zum Glück wurden diese Pläne nie realisiert – und inzwischen hat Tuttlingen das Quadrat zum Markenzeichen erklärt. Wie die Donau. Und wie die heilenden Instrumente.

Die Feuerwehr Tuttlingen stellt sich vor

Modernes Gebäude

Mit dem Umzug im Juni 2016 endete die mehrjährige Vorbereitung und Umsetzung der neuen Feuerwache in Tuttlingen, die als erste Feuerwache in der 162-jährigen Geschichte der Feuerwehr Tuttlingen eigens für sie errichtet wurde.

Neben der Unterbringung der 85 Einsatzkräfte der Abteilung Tuttlingen und 50 Jugendlichen in der Kindergruppe und der Jugendfeuerwehr sowie von elf Senioren erfüllt das Gebäude auch die Anforderungen für das gesamtstädtische Gefahrenabwehrkonzept.

Durch eine klar strukturierte einfache Gebäudegrundstruktur wurde die Voraussetzung für eine kostengünstige Bauweise geschaffen mit geringen Unterhaltskosten. Das Gebäude mit einer Fassade aus hartgebranntem Klinker erhielt 2017 den „Deutschen Ziegelpreis“ als Anerkennung für die solide und werthaltige Bauweise.

Neben 16 Fahrzeugstellplätzen, Service- und Waschhalle, zentralen Werkstätten mit Einsatzmittellager sowie der Feuerwehrverwaltung finden sich im neuen Gebäude auch ausreichend moderne Unterrichtsräume für die theoretische Aus- und Weiterbildung. Vielfältige Möglichkeiten auf dem großzügigen Übungshof und dem Übungsturm bieten praxisorientierte Trainingsmöglichkeiten.

Optimale Funktionalität

Auf optimale Funktionalität der inneren Bewegungsabläufe ohne Querungen und Kreuzungssituationen wurde ebenso Wert gelegt, wie auf kurze Wegelängen zwischen Alarmzufahrt, Alarmparkplatz und Umkleide bis zur Fahrzeughalle. Einsatzhygiene wurde durch eine optimale Schwarz-/Weißtrennung für den Umkleide- sowie für den Atemschutzbereich realisiert.

Die äußeren Bewegungsabläufe sind ohne Begegnungsverkehr oder Beeinträchtigungen im Alarm- oder Übungsbetrieb möglich. Eine Andienung des zentralen Einsatzmittellagers, des Tanklagers des Notstromaggregates, der Besucher- und Alarmparkplätze ist ebenfalls jederzeit uneingeschränkt gewährleistet.

Atemschutzzentrum und Übungsturm grenzen an den Übungshof. Der mit dem Schlauchturm verbundene Übungsturm bietet an der Südseite drei als Balkone oder Fenster ausgebildete Anleiterpunkte. Das begehbare Turmdach kann für Drehleiterübungen genutzt werden. Der 14 Meter hohe Schlauchturm ist vollständig geschlossen. Der Übungstreppenraum ist klimatisch offen und einsichtig gestaltet. Integrierte Übungsoptionen, wie Festpunkte für Seilwinde, Elektroversorgung, alle Hydrantenarten sowie Zisterne, bieten ideale Rahmenbedingungen für die Aus- und Weiterbildung. Die Umfahrungsmöglichkeit auf dem eigenen Grundstück ermöglicht im Alarmfall eine zweite Ausfahrt, wenn der öffentliche Verkehr im Bereich der eigentlichen Feuerwehrausfahrt zum Erliegen gekommen ist.

Optimal ausgestattete Räume für Standardeinsätze bis hin zu Großschadensereignissen bieten u. a. die Führungsräume der Stufe C sowie der städtische Krisenstabsraum mit angebundener Einsatzzentrale.

Feuerwehrverwaltung

Die bislang im Rathaus ansässige Feuerwehrverwaltung wurde in die neue Feuerwache integriert. Die Feuerwehr wurde als Abteilung im Fachbereich 3 Bürgerdienste, Sicherheit und Ordnung eingeteilt und bearbeitet eigenständig alle Feuerwehrangelegenheiten mit einem hauptamtlichen Feuerwehrkommandanten und einer Verwaltungsfachangestellten.

Fazit

Seit dem Umzug macht sich dank der verbesserten Außenwirkung auch ein gesteigertes Interesse am so wichtigen ehrenamtlichen Engagement der freiwilligen Feuerwehr bemerkbar. Der Mitgliedergewinn ist ein gern gesehener Nebeneffekt. Alle Beteiligte profitieren von den verbesserten Rahmenbedingungen, um den nicht immer einfachen Feuerwehrdienst mit all seinen Facetten erfüllen zu können.

Atemschutzzentrum der Landkreise Tuttlingen und Schwarzwald-Baar-Kreis

Der Vorbereitungsraum schließt an den Konditionsraum und die eigentliche Orientierungsstrecke an. In einem eigenen Konditionsraum können die Teilnehmer zwischen Endlosleiter, Schlaggerät, Arm-Ergometer, Laufband und Fahrrad wählen, wobei mindestens drei verschiedene Geräte zu nutzen sind. Die Datenerfassung erfolgt mittels RFID-Chips und einer EDV-gestützten Auswertesoftware, die jeden Atemschutzgeräteträger der Landkreise dokumentiert.

Im Obergeschoss sind ein Theorieausbildungsraum und die Umkleide- und Sanitärbereiche untergebracht. Der Zielraum bildet eine möblierte Vier-Zimmer-Wohnung mit eigenem Übungstreppenraum im Obergeschoss nach. Dabei sind Wände und Türen innerhalb der Wohnung aus deckenhohen Metallgitterelementen dargestellt, um eine Überwachung mittels Wärmebildkameras zu ermöglichen. Hier werden insbesondere Suchen und Retten sowie das Vorgehen bei einem Atemschutznotfall intensiv trainiert.

Atemluftflaschen werden in der Übungsanlage den Teilnehmern grundsätzlich bereitgestellt. Ein eigener Atemluftkompressor ermöglicht das Füllen von Atemluftflaschen direkt nach der Nutzung. Neben dem Gebäude ist eine flüssiggasbefeuerte Heißübungsanlage installiert. Die Anlage besteht aus zwei 40-Fuß-Containern mit sechs Brandstellen in drei Räumen und gemeinsamem Flur. Die Brandstellen können an verschiedenen Anschlussstellen betrieben werden, sodass ein Verschieben und Neuordnen der Raumeinrichtungen von Zeit zu Zeit möglich ist. Der Zugang zur Heißübungsanlage ist auch über das Dach z. B. über Steckleiter auf Balkon möglich. Jeder Raum verfügt über einen eigenen Fluchtweg direkt ins Freie. Die Steuerung erfolgt über Funkfernbedienung durch die Atemschutzausbilder. Die Wasserversorgung für den vorgehenden Trupp erfolgt durch eine separate Trinkwasserzuleitung direkt aus dem Gebäude.

Die unmittelbare Nachbarschaft und der gemeinsame Übungshof mit der Feuerwache bieten gute Synergien sowohl für die Atemschutzausbildung als auch für die Freiwillige Feuerwehr Tuttlingen. Die benachbarte Atemschutzwerkstatt der Stadt Tuttlingen übernimmt die Wartung der landkreiseigenen Pressluftatmer, welche insbesondere kleineren Gemeindefeuerwehren zur Verfügung gestellt werden, sofern eine Verwendung eigener PA zur Reduzierung oder zum Verlust der Einsatzfähigkeit führen würde.

Die Belastungsübung gem. FwDV 7 erfolgt einheitlich in beiden Landkreisen in drei Blöcken. Beginn und Ende der Belastungsübung ist das Verrichten von Arbeit an den Konditionsgeräten. Dazwischen wird die verdunkelte Orientierungsstrecke begangen.

Text: Klaus Vorwalder und Andreas Narr