Berufsfeuerwehren

In den acht Berufsfeuerwehren in Baden-Württemberg verrichten derzeit rund 2.000 Einsatzbeamte in 15 Feuerwachen ihren Dienst. Sie bilden in den Großstädten zusammen mit den Freiwilligen Feuerwehren eine wesentliche Säule beim Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Bränden und öffentlichen Notständen, die durch Unglücksfälle, Einstürze, Naturereignisse und dergleichen verursacht sind.

Die Berufsfeuerwehren sind innerhalb der städtischen Organisationsstrukturen eigenständige Ämter und nehmen auch die Aufgaben des vorbeugenden Brandschutzes sowie weitere Aufgaben wie die der technischen Rettung oder des Betriebes der Integrierten Leitstellen wahr, teilweise sind sie auch in den Wasserrettungsdienstes involviert. Die Berufsfeuerwehr Stuttgart ist darüber hinaus auch an der medizinischen Notfallrettung beteiligt.

Den Berufsfeuerwehren sind in der Regel auch die Aufgaben der unteren Katastrophenschutzbehörde zugeordnet. Ferner führen sie mit wenigen Ausnahmen die Aufsicht über die Werkfeuerwehren im jeweiligen Stadtgebiet. Sie erstellen eine Vielzahl von Einsatz- bzw. Notfallplänen wie Pandemiepläne, Pockenalarmpläne, Einsatzpläne für den Massenanfall von Verletzten (ManV), Evakuierungspläne, Externe Notfallpläne für Störfallbetriebe, Hochwasserpläne usw.

Ihr liegen aber auch eine Vielzahl von Alarmplänen von großen Betrieben und Einrichtungen vor, wie z. B. Krankenhaus-Alarmpläne, Betriebliche Alarm- und Gefahrenabwehrpläne oder auch Alarmpläne von naheliegenden Kernkraftwerken vor.

Zusätzlich werden Katastrophenschutzübungen zur Erprobung der Pläne, zur Übung für die Stäbe und für die Katastrophenschutzkräfte durchgeführt.

Berufsfeuerwehren sind nach dem Feuerwehrgesetz des Landes Baden-Württemberg in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern aufzustellen. In Städten mit weniger als 150.000 Einwohnern kann das Innenministerium Ausnahmen zulassen.
Die Stärke der Berufsfeuerwehr richtet sich nach der Größe der Stadt, der Anzahl der Einwohner, den vorhandenen Gefahrenlagen und auch der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr insgesamt.
Ihre Fahrzeuge, von Löschfahrzeugen über Drehleitern bis hin zu Spezialfahrzeugen wie Kranwagen, Gefahrgut-Gerätewagen, Wasserrettungswagen, Einsatzleitwagen oder einem mit speziell ausgerüstetem Messfahrzeug können die Einsatzkräfte in Leitung und Ausrüstung optimal zur Gefahrenabwehr einsetzen. Zudem halten die Berufsfeuerwehren zur Bewältigung spezieller Einsatzaufgaben moderne und leistungsfähige Ausrüstung wie Lösch-Unterstützungsfahrzeuge (LUV), oder auch Langzeitatemschutzgeräte, Funk- und Fernmeldetechnik bis hin zu Satellitentelefonen usw. vor.

Die umfangreiche Spezialtechnik wird von den Einsatzbeamten, unterstützt durch externe Fachkräfte, zum großen Teil in eigenen Werkstätten in der einsatzfreien Zeit gewartet und repariert.
Zuverlässig und effektiv erfüllen damit die Berufsfeuerwehren ihren Auftrag, das Leben, die Gesundheit und das Eigentum der Bürger zu schützen.

Ene abwechslungsreiche und spannende Aufgabe - Berufsbild Feuerwehr

Viele haben als Kind davon geträumt Feuerwehrfrau oder -mann zu werden, wenn die roten Feuerwehrfahrzeuge mit Sondersignal und Blaulicht durch die Straßen fuhren. Doch die Abenteuerlust, Romantik und Nostalgie aus Kindertagen haftet dem Beruf des heutigen Feuerwehrmannes nicht an. Gefragt sind vielmehr Mut, Einsatzbereitschaft, Teamgeist, körperliche Bestform sowie technisches Knowhow und die Bereitschaft Tag und Nacht das Äußerste von sich selbst abzuverlangen.

Die Angehörigen einer Berufsfeuerwehr sind im Beamtenverhältnis bei ihren jeweiligen Gemeinden beschäftigt. Grundvoraussetzungen sind die deutsche Staatsangehörigkeit, mindestens der Hauptschulabschluss sowie eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung. Beim Test sind gute Kenntnisse in Rechtschreibung, Mathematik und Allgemeinwissen erforderlich. In der Praxis werden sportliche Leistungsfähigkeit und handwerkliche Geschicklichkeit geprüft.

Eine medizinische Feuerwehrtauglichkeitsuntersuchung erfolgt nach dem Einstellungstest . Nach einem positiven Abschluss des Testes und der Untersuchung, kann eine Anstellung der Bewerber als Beamter auf Probe erfolgen.

In einer 20 monatigen Einführungszeit wird der Beamte auf seinen Beruf vorbereitet. Der Ausbildungsplan beinhaltet die feuerwehrtechnische Ausbildung genauso wie Sport, Deutsch, Chemie, Physik und viele weitere Fachgebiete. Verpflichtend für eine/n Feuerwehrfrau/-mann ist der Erwerb der Fahrerlaubnis der Klasse CE (LKW) sowie die Teilnahme an Sonderlehrgängen. Diese Lehrgänge können die Ausbildung zum Rettungssanitäter, Feuerwehrtaucher, Atemschutzgerätewart, Disponent in der Leitstelle, Höhenretter oder zum Mitarbeiter im Umweltschutz beinhalten. Der Beamte legt eine Laufbahnprüfung entsprechend der Ausbildungs- und Prüfungsordnung ab.

Die Einsatzbeamten der Berufsfeuerwehren gliedern sich in drei Laufbahngruppen:

  • Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst,
  • Gehobener feuerwehrtechnischer Dienst,
  • Höherer feuerwehrtechnischer Dienst.

Die Beamten des mittleren feuerwehrtechnischen Dienstes besetzen im Einsatzdienst einen Großteil der täglich erforderlichen Einsatzfunktionen auf den Feuerwachen als Angriffstrupp, Unterstützungstrupp, Atemschutzgeräteträger, Fernmelder, Maschinisten, Höhenretter, Taucher, Rettungssanitäter oder Rettungsassistent.

Im weiteren Verlauf ihrer Tätigkeit können sich die Einsatzkräfte zum Fahrzeugführer weiterqualifizieren. Auch der Aufstieg in den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst ist möglich. Einstellungsvoraussetzung ist in der Regel eine für den Feuerwehrdienst taugliche Berufsausbildung.

Die Beamten im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst nehmen Führungsaufgaben im Einsatzdienst und den Fachabteilungen der Berufsfeuerwehren (Einsatz, Aus- und Fortbildung, Technik, Vorbeugender Brandschutz) wahr. Als Zugführer haben sie die Einsatzlage zu erkunden sowie die notwendigen Einsatzmaßnahmen zu entscheiden und anzuordnen. Mit zunehmender Qualifizierung und Erfahrung kommt die Führung komplexer Einsatzlagen hinzu. Einstellungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium einer Fachhochschule.

Wie im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst, besteht aber auch die Aufstiegsmöglichkeit vom gehobenen in den höheren feuerwehrtechnischen Dienst.

Die Beamten des höheren feuerwehrtechnischen Dienstes besetzen die Leitungsfunktionen der Berufsfeuerwehren. Zu ihren Aufgaben gehören vor allem strategische Planungen in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern einer Feuerwehr, beispielsweise in der Vorbeugung, in der Technik und im Personalmanagement. Der Einsatzdienst beschränkt sich auf die Leitung größerer und komplexer Einsatzstellen. In den höheren Dienst kann eingestellt werden, wer ein Studium an einer Universität oder einer technischen Hochschule abgeschlossen hat.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der jeweiligen Berufsfeuerwehr in Ihrer Nähe.

Die Berufsfeuerwehren in Baden-W├╝rttemberg

Berufsfeuerwehr Freiburg i.B.

Eschholzstraße 118, 79115 Freiburg i.B.

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Baumschulenweg 4, 69124 Heidelberg

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Berufsfeuerwehr Heilbronn

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Berufsfeuerwehr Reutlingen

Hauffstraße 57, 72762 Reutlingen

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Berufsfeuerwehr Stuttgart

Mercedesstraße 35, 70372 Stuttgart

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