Im Zuge der Bau- und Modernisierungsmaßnahmen wurden die verschiedenen Häuser von Sankt Florian mit aussagekräftigen und ansprechenden Namen „getauft". Mit der Namensgebung sollte das außerordentliche, persönliche Engagement und Verdienst besonderer Feuerwehrpersönlichkeiten aus Baden-Württemberg für das Sozialwerk „Sankt Florian“ hervorgehoben werden.

Albert-Bürger-Haus

Albert Bürger (Zimmern ob Rottweil) war Vorsitzender des Verbandes der Feuerwehren in Württemberg und Hohenzollern, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg, geschäftsführender Vizepräsident des CTIF und zweimal Vorsitzender des Vereines Baden-Württembergisches Feuerwehrheim. Sein Beruf als Architekt war für die Planung und Ausführung von Sankt Florian in den fünfziger Jahren ein Glücksfall. Der in Schwäbisch Gmünd aufgewachsene Albert Bürger war einer der beiden Mitbegründer des Sozialwerkes der baden-württembergischen Feuerwehren. Er hat besonders in einer wirtschaftlich und politisch äußerst schwierigen Zeit für diese Idee und für die Finanzierung gekämpft.

Ludwig-Hehn-Haus

Ludwig Hehn (Sontheim bei Heilbronn) lebte und arbeitete im badischen Achern. Bereits 1949 wurde er Bezirksbrandmeister von Südbaden. Er leitete den Badischen Landesfeuerwehrverband. Von 1953 bis 1976 war er stellvertretender Vorsitzender des Vereines Baden-Württembergisches Feuerwehrheim. Ludwig Hehn hat die Idee von Albert Bürger für die Einrichtung des Sozialwerkes auf der Hinterzartener Bruderhalde besonders unterstützt und seine beruflichen Kenntnisse als Gastronom und Hotelier eingebracht.

Fritz-Köhler-Haus

1957 wurde Fritz Köhler (Lauffen am Neckar) Vorsitzender des Verbandes der Feuerwehren in Württemberg und Hohenzollern und bereits ein Jahr später Vorsitzender des Vereines Baden-Württembergisches Feuerwehrheim. Er führte das Haus aus der existenzbedrohenden Finanzkrise, indem er als Landtagsabgeordneter vom Land ein Darlehen in Höhe von 400.000 DM in die Wege leitete. Damit konnte das Haus vor einem Verkauf gerettet werden. Bezeichnend für das Engagement von Fritz Köhler war, dass das Darlehen später in einen verlorenen Zuschuss umgewandelt worden ist. Durch Fritz Köhler wurde der damalige Bürgermeister aus Lauffen am Neckar, Hans Roller, Geschäftsführer von Sankt Florian.

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