Gut informiert ist gut vorbereitet

Vorbeugender Brand- & Gefahrenschutz

Prof Dr. Michael Reick
Fachgebietsleiter Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz
T   
F   07161 2029737

Ein nicht entstandener Brand oder ein räumlich begrenztes Brandgeschehen schützt Menschenleben sowie Gesundheit und vermeidet betriebs- und volkswirtschaftliche Schäden. Deshalb ist es für die Feuerwehren äußerst wichtig in engem Kontakt mit der Bauverwaltung an Genehmigungsverfahren und Brandschutzregelungen mitwirken zu können sowie bei eintretenden Schadens-Ereignissen über Situation, Objekt und örtliche Besonderheiten Bescheid zu wissen.

Unser Fachgebiet „Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz“ wird von Kreisbrandmeister Prof. Dr. Michael Reick (Eislingen/Fils) geleitet.

Als Fachgebietsleiter vertritt Prof. Dr. Reick den Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg auf Bundesebene im Arbeitskreis Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in Deutschland (AGBF Bund www.agbf.de) und des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Vorstellung Fachgebietsleiter Prof. Dr. Michael Reick

Kurze persönliche Vorstellung

Beruflicher Werdegang

Feuerwehrtätigkeit

Prof. Dr.-Ing. Michael Reick ist seit über 15 Jahren Kreisbrandmeister und Brandschutzsachverständiger im Landkreis Göppingen. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Eislingen, Kreis Göppingen.

Herr Reick hat an der Universität Stuttgart und an der University of Calgary in Alberta/Kanada Bauingenieurwesen studiert. Zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkstoffe im Bauwesen und dann als Leiter des Referates „Brandverhalten von Bauteilen, Brandschutz“ an der Forschungs- und Materialprüfungsanstalt Baden-Württemberg hat er sich mit verschiedenen Themen des Brandschutzes beschäftigt (und 2001 seine Promotion zum Thema „Brandverhalten von Befestigungen in Beton“ abgeschlossen).

Nach 12-jährigem aktivem Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr wurde Herr Reick im Jahr 1999 Kreisbrandmeister und Brandschutzsachverständiger des Landkreises Göppingen. Hierzu hat er eine weitere Ausbildung zu gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst absolviert.

Seit 2002 ist er darüber hinaus Lehrbeauftragter an der Hochschule Biberach. Er hat dort verschiedene Vorlesungsfächer zum Vorbeugenden Brandschutz gehalten und zahlreiche Diplomarbeiten betreut. Seit 2006 finden in Biberach unter seiner Leitung jährlich die Biberacher Brandschutztage statt. Im Jahr 2010 hat er für sein Wirken an der Hochschule eine Honorarprofessur erhalten.

Im Jahr 2004 hat Herr Reick ein Forschungssemester an der University of Canterbury in Christchurch/Neuseeland absolviert. Während dieses Auslandsaufenthaltes hat er umfangreiche Brandsimulationsrechnungen durchgeführt und hierbei auch den „Mobilen Rauchverschluss für die Feuerwehr“ entwickelt - ein Gerät, das bei vielen Feuerwehren mittlerweile zum Standard geworden ist.

Als Referent an der Landesfeuerwehrschule und durch Vorträge bei Feuerwehren in Baden-Württemberg über verschiedene Themen im Verzahnungsbereich zwischen praktischer Brandbekämpfung, Brandschutzforschung, Brände in modernen Gebäuden sowie Fragen der Rauch- und Brandausbreitung ist Reick bei vielen Feuerwehren in Baden-Württemberg bekannt.

Aufgaben und Schwerpunkte der künftigen Arbeit im Fachgebiet

Bei der Brandbekämpfung in Gebäuden sind diese letztlich der Arbeitsplatz unserer Einsatzkräfte. In den Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes und deren Umsetzung liegt damit letztendlich der Grundstein für eine sichere und erfolgreiche Tätigkeit der Feuerwehr. In den entsprechenden Gremien auf Landes- und Bundesebene sind daher die Interessen der Feuerwehr einzubringen. Hierbei gilt es insbesondere die Veränderungen in den modernen Bauweisen und Baukonstruktionen sowie die sich verändernden politischen Rahmenbedingungen im Auge zu behalten. Auch beim Einsatz von modernen Ingenieurmethoden des Brandschutzes muss die praktische Umsetzung der Ergebnisse durch die Feuerwehren im Mittelpunkt stehen. Brandschutzkonzepte bewähren sich nicht auf dem Papier sondern im Ernstfall. Die seit Jahren zu beobachtenden Tendenz, die Beteiligung der Feuerwehren in behördlichen Genehmigungsverfahren zu minimieren, muss daher kritisch begleitet und werden.

Positionspapier zum Vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz

Der Deutsche Feuerwehrverband und die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren haben ein Positionspapier zum Vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz verabschiedet.

Gerne stellen wir dieses hier zur Verfügung.

Wissenswertes zum Vorbeugenden Brandschutz aus dem AK VB/G

Der gemeinsame Arbeitskreis Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in Deutschland (AGBF Bund) und des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) hat auf der Homepage der AGBF Bund eine Vielzahl von Dokumenten bereit. Dort finden Sie neben den Sitzungsprotokollen vor allem fachlich fundierte Empfehlungen in Sachen Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz.

Hier erfahren Sie mehr.

Mehrsprachiges Merkblatt "Brandschutz für Flüchtlingsunterkünfte"

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft hat ein Merkblatt zum Brandschutz in Flüchtlingsunterkünften veröffentlicht. Es informiert die Menschen, die aus den unterschiedlichsten Ländern nach Deutschland gekommen sind, über den Brandschutz und über das richtige Verhalten im Brandfall in den vier Sprachen Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi.

Das Merkblatt finden Sie hier. Es kann uneingeschränkt verwendet und weiter verteilt werden, solange die Datei nicht verändert wird.

Positionspapier des Arbeitskreises Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz zum Brandschutz bei der Unterbringung von Flüchtlingen

Der Arbeitskreis Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz der Feuerwehren von Baden-Württemberg hat ein Positionspapier zu den „Hinweisen der Interministeriellen Arbeitsgruppe Brandschutz zum Brandschutz bei der Unterbringung von Flüchtlingen“ vom 16. Oktober 2015 veröffentlicht.

Eine Interministerielle Arbeitsgruppe Brandschutz hat unter Federführung des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur und unter Beteiligung des Innenministeriums, des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft sowie des Ministeriums für Integration Hinweise zum Brandschutz bei der Unterbringung von Flüchtlingen erstellt. Diese Hinweise der Interministeriellen Arbeitsgruppe Brandschutz vom 16. Oktober 2015 finden Sie hier.

Der Arbeitskreis Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz der Feuerwehren von Baden-Württemberg hat sich intensiv mit diesen Hinweisen auseinander gesetzt und ein Positionspapier dazu herausgegeben. Dieses Positionspapier finden Sie hier.

Der Arbeitskreis Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz der AGBF und des Deutschen Feuerwehrverbandes hat ebenfalls Empfehlungen zur brandschutztechnischen Bewertung von Unterkünften zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern herausgegeben. Diese finden Sie hier.

Skylaternen

Vorsicht mit Himmelslaternen
Vorsicht mit Himmelslaternen

Die Skylaternen, auch als Himmelsfackeln oder Wunschlaternen (Kong-Ming) angeboten, funktionieren wie ein Mini-Heißluftballon. Unter einer weißen oder farbigen Hülle aus Papier ist eine Brennvorrichtung (offene Flamme) angebracht, die die Luft in der Papierhülle erhitzt. Nach ausreichender Erhitzung steigt der Mini-Ballon hoch, die Herstellerangaben nennen bis zu 500 m als maximale Flughöhe.

Das Innenministerium Baden-Württemberg teilt mit, dass diese „Himmelslaternen“ nur mit Erlaubnis der Luftfahrtbehörde verwendet werden dürfen.

Die Luftfahrtbehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe macht dazu folgende Aussagen: „Rechtlich gesehen werden aus unserer Sicht die Skylaternen als ungesteuerte und unbemannte Flugkörper mit Eigenantrieb eingestuft, für deren Aufstieg eine Erlaubnis der Luftfahrtbehörde nach § 16 Abs. 1 Nr. 5 LuftVO erforderlich ist. Zuständige Luftfahrtbehörde ist das Regierungspräsidium. Aus Gründen der Gefahrenabwehr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere im Hinblick auf die Brandgefahren, können wir in Abstimmung mit der Feuerwehr seitens des Regierungspräsidiums allerdings keine Erlaubnisse erteilen. Wir bitten um Verständnis.

Im Übrigen stellt das ungenehmigte Aufsteigenlassen solcher Laternen ohne Erlaubnis eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße bis 50.000 Euro geahndet werden kann, sofern es sich nicht nach anderen Vorschriften um eine Straftat handelt.“

Für die Feuerwehren besteht wohl kein Zweifel, dass neben der Gefährdung des Luftverkehrs auch ein unkontrolliertes Brandrisiko vorhanden ist. Gerade bei Trockenheit sind diese Himmelslaternen eine unberechenbare Gefahrenquelle für Wälder, Wiesen, Gärten und auch bauliche Anlagen. Bei Anfragen wird den Feuerwehren empfohlen auf die zuständige Luftfahrtbehörde zu verweisen.

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