Brandschutzerziehung

Daniela Stroppel
Fachgebietsleiterin Brandschutzerziehung und -aufklärung

Jährlich werden die Feuerwehren in Baden-Württemberg zu weit über 15.000 Bränden gerufen. Leider sind dabei auch immer wieder Verletzte und sogar Tote zu beklagen. Menschliche Schicksalsschläge und ein jährlicher volkswirtschaftlicher Schaden von mehreren Milliarden Euro sind die Folge. Viele Brände entstehen durch Unachtsamkeit und Unwissenheit.

Deshalb sind Brandschutzerziehung und -aufklärung nicht nur für die Feuerwehren, sondern für jeden eine wichtige Aufgabe. Allerdings können die Feuerwehren alleine diese Aufgabe nicht umsetzen. Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertageseinrichtungen, sowie Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen und auch die Eltern sollten ein großes Interesse bei der Umsetzung dieser Aufgabe haben. So entstand ein zweigleisiges Konzept, bei dem die Feuerwehren den Erziehungsauftrag von Eltern, Schulen und Kindergärten ergänzen. Fragen Sie Ihre örtlichen Feuerwehren, sie werden Sie sicher beraten und unterstützen.

Unser Fachgebiet "Brandschutzerziehung und -aufklärung" wird von Daniela Stroppel geleitet.

Infostand beim Landesfeuerwehrtag in Heidelberg

Auf dem Landesfeuerwehrtag 2018 in Heidelberg waren am Infostand der Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart ca. 500 Besucher und haben sich zeigen lassen wie man sich bei einem Brandfall verhält, wie man einen Notruf richtig absetzt und wie Kinder eine Kerze richtig anzünden sollen.

Bereits am Freitag waren ca. 60 Kinder aus den Kindergärten und Kitas aus Heidelberg zu Besuch am Infostand. Sie hatten richtig Spaß bei den spannenden Geschichten mit der Rauchschlange, Nils dem Kindergartenjungen und natürlich mit dem frechen Max Zündel.

Kameraden des Kreisfeuerwehrverbandes Alb-Donau haben tolle Brandversuche mit Ihrem neuen „Brandschutzerziehungskoffer 112“ gezeigt.

Die Freiwillige Feuerwehr Sigmaringen hat mit Ihrem „Riesen-Feuerwehr-Memory“ für viel Spaß gesorgt.

Daniela Stroppel, Fachgebietsleiterin Brandschutzerziehung und -aufklärung: „Im Namen des Landesfeuerwehrbandes Baden-Württemberg und unseres Fachgebiets, möchte ich mich bei den Helfern der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart, des Kreisfeuerwehrverbandes Alb-Donau und der Freiwilligen Feuerwehr Sigmaringen für die tolle Unterstützung beim Landesfeuerwehrtag in Heidelberg ganz herzlich bedanken.“

Erste Ergebnisse nach "Forum Brandschutzerziehung 2017"

Am 17. und 18. Februar 2017 nahmen ca. 80 Teilnehmer am „Forum Brandschutzerziehung und -aufklärung“ an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal teil. Neben den Plenumsvorträgen gab es Workshops, in denen Themen zur Brandschutzerziehung und -aufklärung erarbeitet wurden. Sicher haben sich die Teilnehmer schon gefragt, was aus den Ergebnissen der Workshops geworden ist.

Sie sind nicht in der Versenkung verschwunden, sondern werden Thema für Thema vom Fachausschuss Brandschutzerziehung und -aufklärung unter der Leitung von Andrea Albrecht abgearbeitet. Und es gibt schon erste Ergebnisse.

Eine wichtige und wiederkehrende Frage war, wie es mit dem Versicherungsschutz bei Tätigkeiten im Rahmen der Brandschutzerziehung und -aufklärung aussieht. Hierzu wird es demnächst detaillierte Informationen geben. Vorab: für diese Tätigkeiten besteht grundsätzlich Versicherungsschutz.

Das Thema Arbeitsmaterialien ist ein weiteres viel diskutiertes Thema. Auch hier arbeiten die Mitglieder des Fachausschusses intensiv daran. Die Aufgabe ist umfangreicher, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Es gibt bereits unendliche viele Arbeitsmaterialien und diese müssen gesichtet und bewertet werden. Letztendlich gilt es, auch das Ziel, die entsprechenden Materialien und die Informationen dazu, auch über die Homepage des Landesfeuerwehrverbandes zur Verfügung zu stellen, nicht aus den Augen zu verlieren.

Um die Arbeit der Brandschutzerziehung und -aufklärung weiter bekannt zu machen wird der Fachausschuss gemeinsam mit dem Arbeitskreis Brandschutzerziehung im Stadtfeuerwehrverband Stuttgart auf dem Landesfeuerwehrtag am 21. und 22. Juli 2018 in Heidelberg einen Informationspavillon betreiben. Hierzu laufen aktuell die Vorbereitungen, welche natürlich auch Ressourcen binden. Der Fachausschuss freut sich schon heute auf viele Besucher.

Ein weiteres wichtiges Anliegen der Teilnehmer des Forums war die Frage nach der Organisation und der Struktur der Brandschutzerziehung und -aufklärung in den Feuerwehren und den Kreis- und Stadtfeuerwehrverbänden in Baden-Württemberg. Hierfür wurde in der Zwischenzeit ein Konzept erarbeitet und vom Fachausschuss verabschiedet. Das Konzept wird nun vom Präsidium des Landesfeuerwehrverbandes beraten und nach der Beschlussfassung als Vorschlag zur Umsetzung herausgeben.

Letztendlich ist auch der Wunsch aller Teilnehmer am Forum nicht vergessen, dass es wieder solch eine Veranstaltung geben soll. Der Fachausschuss hat dies für das Jahr 2019 als Ziel ins Auge gefasst. Dort werden dann sich er weitere Ergebnisse vorgestellt. Sobald es hierzu nähere Informationen gibt, werden wir diese veröffentlichen.

Bezugsquellen für Materialien zur Brandschutzerziehung

Der gemeinsame Ausschuss „Brandschutzaufklärung und Brandschutzerziehung“ der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. und des Deutschen Feuerwehrverbandes will über Brandgefahren aufklären und informiert über vorbeugende Schutzmaßnahmen, um Leben zu retten und Sachwerte zu sichern. In einem eigenen Onlineshop werden Materialien zur Brandschutzerziehung und -aufklärung angeboten. Hier finden Sie dieses Angebot.

Der Fachbereich „Brandschutzerziehung“ des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen stellt auf seiner Homepage umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung. Wir danken dem Landesfeuerwehrverband Niedersachsen, dass wir auf dieses Angebot hinweisen dürfen. Zum Downloadbereich des Fachbereiches „Brandschutzerziehung“ des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen gelangen Sie hier.

Mehrsprachiges Merkblatt "Brandschutz für Flüchtlingsunterkünfte"

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft hat ein Merkblatt zum Brandschutz in Flüchtlingsunterkünften veröffentlicht. Es informiert die Menschen, die aus den unterschiedlichsten Ländern nach Deutschland gekommen sind, über den Brandschutz und über das richtige Verhalten im Brandfall in den vier Sprachen Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi.

Das Merkblatt finden Sie hier. Es kann uneingeschränkt verwendet und weiter verteilt werden, solange die Datei nicht verändert wird.

Grisu ist wieder da! Und „Grisu hilft!“ wieder!

Der Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg lässt zusammen mit www.grisuhilft.de das bereits erfolgreiche Projekt „Grisu hilft!“ wieder aufleben und erfüllt damit Grisus größten Wunsch: Grisu wird Feuerwehrmann und Grisu sammelt Spenden!

Mit Grisu hat der Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg das Maskottchen für die Feuerwehren gewonnen, das Spenden für die Feuerwehrstiftung Gustav-Binder sammelt.

Die Feuerwehrstiftung Gustav-Binder hilft Feuerwehrangehörigen und deren Familien, wenn diese durch den Feuerwehrdienst in Not geraten, erkrankt oder verstorben sind. Nähere Informationen erhalten Sie hier.

Unter www.grisuhilft.de wird Grisu als Plüschfigur (geprüft und zertifiziert durch den TÜV Rheinland) in zwei unterschiedlichen Größen angeboten. Von jeder 17 cm großen Figur fließt 1 Euro vom Verkaufspreis als Spende an die Feuerwehrstiftung Gustav-Binder. Von jeder 60 cm großen Figur sind es 2 Euro.

Die Grisu Plüschfiguren sollten in keinem Einsatzfahrzeug fehlen, denn sie werden eingesetzt als Tröster für die Kleinen, wenn im Einsatz Kinder betroffen sind, oder als Dankeschön für Ersthelfer. Die Plüschfiguren dürfen aber auch gern weiter verkauft werden (empfohlener Verkaufspreis 9,95 Euro), um diese jetzt pünktlich zu Weihnachten bei Weihnachtsfeiern in der Tombola oder beim Tag der offenen Tür anzubieten um damit die Kameradschaftskassen der z.B. Jugendfeuerwehren aufzubessern.

Aber auch bei der Brandschutzerziehung können die Grisus einen wertvollen Dienst tun!

Die Bestellung können Sie unter www.grisuhilft.de durchführen. Hier finden Sie auch weitere Informationen zum „Grisu hilft“-Projekt und Verwendungsmöglichkeiten der Plüschfiguren. Hier finden auch ein Bestellfax zum Download.

Für diese gute Sache lohnt es sich einzusetzen.

Neue Möglichkeit für hör- und sprachbehinderte Menschen: Nothilfe-SMS als Ergänzung zum Notfall-Fax

„Das Land Baden-Württemberg bietet ab sofort hör- und sprachbehinderten Menschen eine zusätzliche Möglichkeit, in einer Notlage Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienste zu verständigen.“ Das sagte Innenminister Reinhold Gall am Donnerstag, 5. November 2015. Hör- und sprachbehinderte Menschen hätten bei einem Notfall bisher nur über ein Notruf-Fax an die 110 oder 112 Hilfe anfordern können. Ergänzt werde diese Möglichkeit jetzt durch die Nothilfe-SMS.

Aus technischen Gründen kann die Nothilfe-SMS nicht an die bekannten Notrufnummern 110 und 112 gesandt werden, sondern muss an speziell dafür eingerichtete Telefonnummern geschickt werden. Die SMS wird für ganz Baden-Württemberg zentral vom Polizeipräsidium Stuttgart beziehungsweise der Integrierten Leitstelle Stuttgart empfangen. Von dort wird sie dann an die zuständige Stelle weitergeleitet, von wo aus die Hilfe koordiniert wird. Die Telefonnummern und wichtige Verhaltenshinweise sind auf verschiedenen Informationsblättern zusammengestellt, die das Land mit Unterstützung des Deutschen Schwerhörigenbundes Landesverband Baden-Württemberg e.V. erstellt hat.

Für Baden-Württemberg ist bei Notfällen die Polizei per SMS an die 01522 / 1 807 110 sowie die Feuerwehr und der Rettungsdienst in Abhängigkeit des persönlichen Netzbetreibers per SMS an die 99 0711 / 50 66 7112 (Telekom und Vodafone), 329 0711 / 50 667 112 (Telefonica/O2) beziehungsweise 1511 0711 / 50 667 112 (E-Plus) erreichbar.

Die Informationsblätter mit Verhaltenshinweisen finden Sie auch im Internet unter http://im.baden-wuerttemberg.de/de/sicherheit/polizei/modernetechnik/notruf-110/.

Weitere ausführlich Informationen erhalten Sie in den folgenden Dokumenten:

Verhaltenshinweise für Gehörlose / Sprachbehinderte

Anleitung für die Nothilfe-SMS

Flyer zur Nothilfe-SMS

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