Aus aktuellem Anlass – Wichtige Informationen!

„COVID-19“: Informationen für die Feuerwehr

Die Zahl der Erkrankten an COVID-19 (Coronavirus) steigt seit dem ersten Auftreten der Infektion in Baden-Württemberg weiter an. Neue Diagnostik wird dazu führen, dass in den nächsten Tagen die diagnostizierten Fälle weiter zunehmen werden. Für die Feuerwehrangehörigen steht nach heutigem Kenntnisstand weniger die Sorge um schwere Krankheitsverläufe im Mittelpunkt, stattdessen könnten angeordnete Isolationen bei Erkrankten oder Kontaktpersonen zu einem Rückgang der verfügbaren Einsatzkräfte führen. Neben den epidemiologischen Gründen ist aus Sicht der Feuerwehren daher eine Verhinderung der Ausbreitung geboten.

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung der Infektion privat und im Feuerwehrdienst die gebotenen Hygieneregeln konsequent zu beachten. Alle relevanten Informationen und die entsprechenden Unterlagen werden laufend aktualisiert und diese finden Sie bei unserem Fachgebiet Gesundheitswesen und Rettungsdienst.


Hinweise zum Ausbildungs- und Übungsbetrieb im Bevölkerungsschutz

Vor dem Hintergrund der Lockerungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat das Innenministerium Hinweise zum Ausbildungs- und Übungsbetrieb bei den Feuerwehren und den im Katastrophenschutz mitwirkenden Organisationen veröffentlicht.

Der Gesundheitsschutz der Helferinnen und Helfer sowie der Feuerwehrangehörigen und die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der im Katastrophenschutz mitwirkenden Organisationen und Einrichtungen haben während der Corona-Pandemie oberste Priorität. Neben der Vorbildfunktion der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ist es für die Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit essentiell wichtig, Personalausfälle durch Erkrankungen oder den Ausfall ganzer Einheiten durch Quarantäne-Maßnahmen zu vermeiden.

1 Allgemeine Grundsätze

Die einschlägigen Regeln der Corona-Verordnung (CoronaVO) in der jeweils gültigen Fassung gelten verbindlich auch für den Ausbildungs- und Übungsdienst. Ausnahmen von dem Verbot von Veranstaltungen, Ansammlungen und sonstigen Zusammenkünften nach § 3 Absatz 1 und 2 CoronaVO sind nach § 3 Absatz 3 Corona-VO (Stand 18. Mai 2020) u. a. zur Aufrecht-erhaltung der Einsatzfähigkeit möglich. Während des Ausbildungs- und Übungsbetriebs soll grundsätzlich ein geeigneter Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

2 Maßnahmen für den Ausbildungs- und Übungsbetrieb

  • Soweit möglich, soll der Ausbildungs- und Übungsbetrieb auch weiterhin im Online-Verfahren durchgeführt werden. Im Fall gemeinsamer Anwesenheit vor Ort soll der Ausbildungs- und Übungsbetrieb so durchgeführt werden, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer keinem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Durchgeführt werden sollen nur solche Ausbildungs- und Übungsdienste, die zur Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit notwendig sind.
  • Veranstaltungen im Ausbildungs- und Übungsbetrieb sind vorab so zu planen, dass die notwendigen Schutzmaßnahmen umgesetzt werden. Der grundsätzlich im öffentlichen Raum vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Metern ist, wo immer möglich, zu beachten, insbesondere im Umkleidebereich und in Fahrzeughallen. Umkleide- und Sanitärbereiche sollen möglichst zeitversetzt benutzt werden. Hierauf ist durch Aushänge hinzuweisen.
  • Die Anwesenheit der Helferinnen und Helfer sowie Feuerwehrangehörigen beim Ausbildungs- und Übungsbetrieb ist zu dokumentieren.
  • Personen, die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhte Temperatur aufweisen oder bei denen von einem erhöhten Infektionsrisiko auszugehen ist, dürfen nicht beim Ausbildungs- und Übungsbetrieb vor Ort mitwirken.
  • Die Zusammenkünfte sollen möglichst kurz gehalten und auf eine ausreichende Lüftung geachtet werden. Wann immer möglich, sollen die Veranstaltungen im Freien stattfinden.
  • Während des Ausbildungs- und Übungsbetriebs soll auf die Einnahme von Speisen verzichtet werden.
  • Übungsteile mit Körperkontakt sind zu vermeiden. Rettungsmaßnahmen an Personen sollen mit Übungspuppen geübt werden.

3 Zusammensetzung der Gruppen

Ansammlungen von Feuerwehrangehörigen sowie Helferinnen und Helfern im Bevölkerungsschutz zu Ausbildungs- und Übungsveranstaltungen sowie für sonstige Zusammenkünfte, die der Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit dienen, sollen auf höchstens zehn Personen begrenzt werden. Diese Größe ergibt sich aus einer Gruppe gemäß FwDV 100 plus einer Ausbilderin oder einem Ausbilder. Grundsätzlich soll eine möglichst kleine Anzahl von Personen (z. B. Trupp oder Staffel) zusammenkommen. Dabei sollen immer die gleichen Personen eine Gruppe bilden und ein Wechsel auch bei mehreren aufeinanderfolgenden Ausbildungs- und Übungsveranstaltungen soll vermieden werden.

Das Anschreiben zu diesen Hinweisen finden Sie hier.
Die Hinweise selbst können Sie hier herunterladen.


Wiederaufnahme des Dienstbetriebes der Jugendfeuerwehren

Mit einem gemeinsamen Schreiben richten sich das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration sowie die Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg an die Verantwortlichen in den baden-württembergischen Jugendfeuerwehren.

Darin wird mitgeteilt, dass es möglich ist, nach den Sommerferien wieder mit dem Dienstbetrieb der Jugendfeuerwehren (Kinder- und Jugendgruppen) zu starten. Zwar wird dies noch eine Weile unter gewissen Auflagen geschehen müssen, aber die meisten können ein Wiedersehen in den Kinder- und Jugendgruppen kaum mehr erwarten. Manche haben sich an Onlinediensten versucht, doch musste schnell festgestellt werden, dass dies einen persönliches Zusammentreffen nicht ersetzen kann und häufig mit einem großen Aufwand verbunden ist.

In den vergangenen Monaten war die Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg stets an der Seite der Verantwortlichen und es wurden Fragen beantwortet, versucht die Sorgen einzudämmen, der Unmut wahrgenommen und nichts wurde unversucht gelassen, die schwere Zeit für die Kinder, Jugendlichen und Jugendgruppenleiter gut zu überbrücken. Neben den Kreativideen für Heranwachsende auf den social Media-Kanälen der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg, den wöchentlichen Webseminaren zu verschiedenen Themen und dem HYDRANT, der online abgerufen werden kann, erarbeitet die Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg zusammen mit dem Innenministerium bzw. der Landesfeuerwehrschule ein Konzept für den Wiedereinstieg. Nach Corona ist eben nicht vor Corona, diese Zeit hat die Kinder und Jugendlichen geprägt und verändert und dies gilt es für die Jugendgruppenleiter aufzufangen. Wie holt man die Eltern ins Boot und was sollte in den ersten Übungsdiensten berücksichtigt werden? Und wie lassen sich die ganzen Hygieneregeln im Dienstbetrieb umsetzen? Solche und ähnliche Fragen werden den Verantwortlichen in diesem Konzept vor den Sommerferien beantwortet.

Das Schreiben an die Jugendfeuerwehren finden Sie hier.


Landesfeuerwehrverband stellt Muster-Hygiene-Konzept zur Verfügung

Nach der derzeit gültigen Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO) sind Versammlungen mit über 100 Teilnehmern bis zum 31. Juli 2020 untersagt. Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmenden können bis einschließlich 31. Oktober 2020 nicht durchgeführt werden.

Unter diesen Voraussetzungen und unter den Bedingungen der CoronaVO können nun durchaus wieder Veranstaltungen der Feuerwehren oder der Feuerwehrverbände durchgeführt werden. Hierbei sind allerdings die weitergehenden Regelungen der CoronaVO einzuhalten.

Wer eine Veranstaltung abhält, hat unter anderen die Hygieneanforderungen nach § 4 der CoronaVO einzuhalten und ein Hygienekonzept nach Maßgabe von § 5 CoronaVO zu erstellen sowie eine Datenerhebung nach § 6 CoronaVO durchzuführen.

Für die Feuerwehren des Landes stellt der Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg ein Muster-Hygienekonzept zur Verfügung. Dieses erfüllt die Anforderungen der derzeit gültigen CoronaVO und ist in enger Abstimmung mit dem Landesfeuerwehrarzt erstellt worden. Das Muster-Hygienekonzept steht als Word-Dokument auf der Homepage des Landesfeuerwehrverbandes zum Download bereit und kann mit sehr geringem Aufwand an die jeweiligen Verhältnisse der Feuerwehren oder Feuerwehrverbände vor Ort angepasst werden.

Das Muster-Hygienekonzept finden Sie hier.


Veranstaltungen des Landesfeuerwehrverbandes

Leider mussten wir auch viele Veranstaltungen des Landesfeuerwehrverbandes in Anbetracht der aktuellen Lage und auf Grundlage besonderer rechtlicher Vorgaben absagen. Wir sind in ständigem engen Austausch mit den Ausrichtern und Teilnehmern.

In unserer Terminübersicht finden sich bei den abgesagten Veranstaltungen die entsprechenden Hinweise.


Weitere Informationen für die Feuerwehren

Rund um die Coronavirus-Epidemie erreichen uns immer wieder Fragen aus den Reihen unserer Mitglieder, die wir im Folgenden sehr gerne für Sie geklärt bzw. beantwortet haben:

Download-icon       Wie sollte mit Atemschutzgeräteträgern verfahren werden, deren Belastungsübungen bzw. Eignungsuntersuchungen im Atemschutz dieser Tage „fällig“ werden?
    
Download-icon      Auswirkungen von Quarantäne-Maßnahmen bei Feuerwehrangehörigen?
    
Download-icon      Was passiert, wenn aufgrund einer ausgefallenen Feuerwehr-Hauptversammlung auch die dort geplante Wahl eines Feuerwehrkommandanten nicht durchgeführt werden konnte?
    
Download-icon Wie steht es um Versammlungen der Kreis- und Stadtfeuerwehrverbände, die aufgrund der Coronavirus-Epidemie nicht zum geplanten Termin stattfinden konnten?


Bitte melden Sie sich bei der Landesgeschäftsstelle, wenn Sie Unterstützung durch den Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg benötigen. Bitte passen Sie auf sich auf und vor allen Dingen: Bleiben Sie gesund!