Verletzungen vermeiden – Gesundheit bewahren

Gesundheitswesen & Rettungsdienst

Dr. Andreas Häcker
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Feuerwehrdienst kommt in vielen Bereichen mit medizinischen Fragestellungen in Berührung. Nicht nur Arbeitsmedizin aus dem Blickwinkel der Feuerwehrangehörigen ist wichtig. Zahlreiche medizinische Fragestellungen aus Sicht der Betroffenen bei Schadensereignissen erfordern fachlichen Rat. Eine Diskussion über Hinweise zur Leistungsfähigkeit einer Feuerwehr ist beispielsweise nur dann möglich, wenn ein versierter Arzt sich zu der Frage äußern kann, unter welchen zeitlichen Bedingungen eine Rettung zu erfolgen hat, ohne dass mit Spätfolgen gerechnet werden muss.

Unser Fachgebiet "Gesundheitswesen und Rettungsdienst" wird von Landesfeuerwehrarzt Dr. Andreas Häcker geleitet.

„COVID-19“: Konsequenzen für Übungs- und Einsatzdienst bei der Feuerwehr?

Die Zahl der Erkrankten an COVID-19 (Coronavirus) steigt seit dem ersten Auftreten der Infektion in Baden-Württemberg weiter an. Neue Diagnostik wird dazu führen, dass in den nächsten Tagen die diagnostizierten Fälle weiter zunehmen werden. Für die Feuerwehrangehörigen steht nach heutigem Kenntnisstand weniger die Sorge um schwere Krankheitsverläufe im Mittelpunkt, stattdessen könnten angeordnete Isolationen bei Erkrankten oder Kontaktpersonen zu einem Rückgang der verfügbaren Einsatzkräfte führen. Neben den epidemiologischen Gründen ist aus Sicht der Feuerwehren daher eine Verhinderung der Ausbreitung geboten.

Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, zur Vermeidung einer weiteren Ausbreitung der Infektion privat und im Feuerwehrdienst die gebotenen Hygieneregeln konsequent zu beachten.

Relevante Unterlagen und Informationen:

Download-icon       Hinweisschreiben des Landesfeuerwehrarztes vom 06.03.2020
 
Download-icon      fortlaufend aktualisierte Informationen des Bundesfeuerwehrarztes (Stand: 03.04.2020)
 
Download-icon Information des Bundesfeuerwehrarztes: "COVID-19: Dynamische, differenzierte
Rückkehr zum Regelbetrieb Feuerwehr" vom 07.07.2020
 
Download-icon Information des Bundesfeuerwehrarztes: "COVID-19: Atemschutzmasken
im Feuerwehrdienst" vom 24.04.2020
 
Download-icon Information des Bundesfeuerwehrarztes: "COVID-19: Hygiene" vom 03.05.2020
 
Download-icon Ergänzung der Informationen des Bundesfeuerwehrarztes zu Nachuntersuchungen nach G 26.3 (Stand: 19.04.2020)
 
Download-icon Stellungnahme des Deutschen Rates für Wiederbelebung zur Durchführung von Wiederbelebungsmaßnahmen im Umfeld der COVID-19-Pandemie (Stand: 21.04.2020)
 
Download-icon      Hygieneregeln des Robert-Koch-Institutes (RKI)
 
Download-icon Information des RKI zur Corona-Warn-App
 
Download-icon Informationsschreiben der Geschäftsführung der UKBW zum Versicherungsschutz vom 18.03.2020
 
Download-icon fortlaufend aktualisierte Hinweise für Einsatzkräfte zum Umgang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 der DGUV
(Stand: 18.05.2020)
 
Download-icon Hinweise zum Ausbildungs- und Übungsbetrieb im Bevölkerungsschutz vom 18.05.2020
 
Download-icon      Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 2/2020 vom 05.03.2020
 
Download-icon      Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 3/2020 vom 06.03.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 4/2020 vom 17.03.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 5/2020 vom 20.03.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 6/2020 vom 23.03.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 7/2020 vom 26.03.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 8/2020 vom 30.03.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 9/2020 vom 04.04.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 10/2020 vom 09.04.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 11/2020 vom 11.04.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 12/2020 vom 18.04.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 13/2020 vom 25.04.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 14/2020 vom 04.05.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 15/2020 vom 09.05.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 16/2020 vom 21.05.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 17/2020 vom 05.06.2020
 
Download-icon Infodienst des Innenministeriums Ausgabe 18/2020 vom 27.06.2020
 
Download-icon Information zum Außerkrafttreten der Richtlinie des Innenministeriums zur Sicherung der Helferrechte im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie (Stand: 15.06.2020)
 
Download-icon      Schreiben des Innenministeriums zum Umgang mit größeren Veranstaltungen im Bereich des Bevölkerungsschutzes vom 06.03.2020
 
Download-icon      Schreiben des Innenministeriums an Arbeitgeber von ehrenamtlich im Bevölkerungsschutz mitwirkenden Helfern vom 05.03.2020
 
Download-icon Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg (Inkrafttreten am 01.07.2020)
 
Download-icon Corona-Verordnung Veranstaltungen vom 29.05.2020
 
Download-icon Hinweise des RKI zur Kontaktpersonennachverfolgung allgemein
 
Download-icon Hinweise des RKI zur Kontaktpersonennachverfolgung für medizinisches Personal
 
Download-icon Hinweise des RKI zum richtigen An- und Ablegen von PSA, Ausziehen von Handschuhen und Anwendungsfehlern bei der Verwendung von PSA


Stand: 08.07.2020

Wo Ruß ist, sind Schadstoffe - neue DGUV-Regel "Hygiene und Kontaminationsvermeidung bei der Feuerwehr"

Bereits mit einfachen Mitteln können Feuerwehrangehörige ihre Gesundheit nach einem Brandeinsatz besser schützen. Ein Kurzfilm und eine neue Broschüre der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zeigen wie das geht.

Eine Exposition von Einsatzkräften mit Gefahrstoffen kommt im Feuerwehreinsatz häufig vor – auch bei Einsätzen außerhalb des ABC-Bereichs nach Feuerwehr-Dienstvorschrift 500, für den klare Schutz- und Hygienemaßnahmen vorgeschrieben sind. Ohne geeignete Schutzmaßnahmen können diese Gefahrstoffe akute oder chronische Gesundheitsschäden bis hin zu Krebserkrankungen verursachen. Diese DGUV Information enthält Hilfestellungen und Hinweise, um eine Gefährdung der Einsatzkräfte durch Brandrauch, andere Verbrennungsprodukte bzw. -rückstande und damit assoziierte Gefahrstoffe zu vermeiden. Es werden Maßnahmen aufgezeigt, um Feuerwehrangehörige vor der unmittelbaren Exposition gegenüber diesen Gefahrstoffen zu schützen und gesundheitsgefährdenden Kontaminationen wirksam entgegen zu treten.

Die Broschüre der DGUV finden Sier hier.

Der Kurzfilm "Einsatzstellenhygiene bei der Feuerwehr – Erreiche das nächste Level" soll auf die unsichtbaren Gefahren beim Feuerwehreinsatz aufmerksam machen: Schadstoffe, die bei mangelnder Hygiene nach Einsätzen über die Haut in den Körper aufgenommen werden und Einsatzkräften somit schaden können. Einsatzkräfte können sich und ihre Nächsten schützen, indem sie die hier dargestellten Regeln befolgen.

Hier können Sie den Kurzfilm ansehen.

Serie: Erste Hilfe im Feuerwehreinsatz

Über 11.000 Menschen retteten die Feuerwehren des Landes im vergangenen Jahr bei Bränden oder Hilfeleistungseinsätzen. Für über 1.500 Verunglückte kam jedoch leider jede Hilfe zu spät. Im Mittel rücken die Feuerwehren in Baden-Württemberg damit täglich 35mal aus, um in Not geratenen Bürgern schnelle Hilfe zu leisten. Insbesondere in ländlichen Gebieten treffen die Einsatzkräfte der Feuerwehr häufig vor dem Rettungsdienst ein und übernehmen zunächst die medizinische Erstversorgung. Schnelle und beherzte Hilfeleistung durch qualifizierte Feuerwehrangehörige ist dann notwendig und in vielen Fällen lebensrettend.

Daher stellt uns Landesfeuerwehrarzt in unserer Zeitschrift Brandhilfe regelmäßig wichtige Regeln der Ersten Hilfe (EH) sowie das Vorgehen bei bestimmten Verletzungen oder Erkrankungen vor. „Treat first, what kills first“, unter diesem Motto stand das Handeln nach dem (c)ABCDE-Schema im Mittelpunkt des ersten Beitrags. Das Vorgehen bei speziellen Krankheitsbildern ist Inhalt weiterer EH-Tipps.

Zusammen mit den praktischen Übungen vor Ort gewährt diese Reihe für Feuerwehrangehörige eine Vertiefung der Kenntnisse bei der Pflichtaufgabe Menschenrettung. Die Empfehlungen beschränken sich in der Regel auf die Anwendung von Geräten, die zur Standardausrüstung einer Feuerwehr gehören oder deren Vorhaltung eine sinnvolle Ergänzung der EH-Ausrüstung darstellt.

Hier finden Sie alle Teile der Serie "Erste Hilfe im Feuerwehreinsatz":

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Teil 1: Das (c)ABCDE-Schema aus Brandhilfe 11/2017

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Teil 2: Lebensbedrohliche Blutungen aus Brandhilfe 12/2017

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Teil 3: A wie Atemwege aus Brandhilfe 1/2018

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Teil 4: B wie Breathing aus Brandhilfe 2/2018

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Teil 5: C wie Circulation aus Brandhilfe 3/2018

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Teil 6: D wie Disability aus Brandhilfe 4/2018

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Teil 7: E wie Erkennen von umgebungsabhängigen Ein- und Auswirkungen aus Brandhilfe 5/2018

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Teil 8: Häuslicher Notfall nach Schlaganfall aus Brandhilfe 6/2018

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Teil 9: Erste Hilfe bei Verbrennungen aus Brandhilfe 10/2018

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Teil 10: Massenanfall von Verletzten aus Brandhilfe 12/2018

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Teil 11: Das Einklemmungstrauma aus Brandhilfe 1/2019

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Teil 12: Unterkühlungen und Erfrierungen aus Brandhilfe 2/2019

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Teil 13: Medizinische Überwachung bei Atemschutzübungen aus Brandhilfe 3/2019

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Teil 14: Verletzungen der Wirbelsäule aus Brandhilfe 4/2019

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Teil 15: Frühe Schwarz-Weiß-Trennung im Brandeinsatz aus Brandhilfe 5/2019

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Teil 16: Was tun bei Stromverletzungen? aus Brandhilfe 6/2019

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Teil 17: Stressimpfung - Ein Muss für Feuerwehrangehörige aus Brandhilfe 7/2019

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Teil 18: Lebensgefahr bei anaphylaktischem Schock aus Brandhilfe 8/2019

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Teil 19: Wenn es zu heiß wird-Schädigungen durch Hitze und Sonne aus Brandhilfe 9/2019

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Teil 20: Akute Rückenschmerzen aus Brandhilfe 10/2019

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Teil 21: Liegetrauma und Bergungstod aus Brandhilfe 11/2019

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Teil 22: Erste Hilfe für den Muskel mittels der PECH-Regel aus Brandhilfe 1/2020

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Teil 23: Mit Grippe zum Einsatz? aus Brandhilfe 2/2020

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Teil 24: Handhygiene im Feuerwehreinsatz aus Brandhilfe 3/2020

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Teil 25: Erstversorgung bei Knochenbrüchen aus Brandhilfe 4/2020

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Teil 27: Erste Hilfe gegen Auswirkungen sozialer Distanzierung auf kameradschaftliche Strukturen aus Brandhilfe 6/2020

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Teil 28: Sicherung von Atemwegs- und Gefäßzugängen bei der technischen Rettung aus Brandhilfe 7/2020

Checkliste zur frühen Schwarz-Weiß-Trennung im Brandeinsatz

In den vergangenen Jahren berichteten verschiedene Quellen über eine signifikante Häufung von Krebserkrankungen bei Feuerwehrangehörigen. Die zugrunde liegenden, internationalen Studien lassen dabei einen Zusammenhang zwischen diesen Erkrankungen und der Brandbekämpfung vermuten.

In einer umfangreichen Auswertung analysiert die Internationale Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation (IARC) die weltweite Studienlage und kommt zu der Gesamtbewertung, dass tatsächlich ein „möglicher Zusammenhang zwischen Krebserkrankung und Brandbekämpfung“ besteht. Mehrere Studien zeigten eine signifikante Korrelation, insbesondere bei Hoden- und Prostatakrebs sowie bei bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems.

Eine mögliche Ursache für die Krebserkrankungen sieht die IARC in der Exposition der Feuerwehrangehörigen gegenüber verschiedenen Chemikalien, die häufig im Brandrauch sowie in Brandrückständen nachweisbar sind und die laut WHO seit vielen Jahrzehnten beim Menschen als krebsauslösend gelten. Bekannte Vertreter sind die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK), Dioxine, Formaldehyd oder Asbest.

Eine laufende Querschnittstudie der UKBW soll Einblick in die reale Expositionssituation von Feuerwehrangehörigen geben. In verschiedenen Einsatzszenarien wird bei den Probanden gemessen, wie viele PAKs sie während eines Einsatzes über die Haut aufnehmen. Mithilfe des Projektes möchte man dann Strategien und Verhaltensweisen entwickeln, um die Giftstoffexposition im Einsatzalltag zu minimieren.

Da erst in wenigen Jahren konkrete Ergebnisse zu erwarten sind, empfiehlt sich beim heutigen Kenntnisstand die konsequente Umsetzung einer Schwarz-Weiß-Trennung im Brandeinsatz. Das gilt auch für Nachlösch- oder Aufräumarbeiten an kalten Brandstellen. Wertvolle Tipps liefern zum Beispiel das vfdb-Merkblatt „Empfehlung für den Feuerwehreinsatz zur Einsatzhygiene bei Bränden“ (03/2014) oder die DGUV-Information „Hygiene – Schutz gegen Kontamination“. Die darin enthaltenen sowie weitere Empfehlungen sind in einer Checkliste des Landesfeuerwehrverbandes zusammengestellt.

Feuerwehrdienst und Schwangerschaft

Dürfen schwangere Feuerwehrfrauen ihre Aufgaben bei der (freiwilligen) Feuerwehr wahrnehmen? Welche Aspekte müssen werdende Mütter und Führungskräfte bei einer Schwangerschaft beachten?

Viele Feuerwehrangehörige möchten auch in dieser Zeit ihrer Wehr zur Verfügung stehen und am Dienst teilnehmen – und sie werden dafür benötigt. Schwangere sind nicht krank, auch in dieser „normalen Phase des Lebens“ unterliegen sie dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherer.

Im Rahmen des Modellprojektes „Mädchen und Frauen in den Freiwilligen Feuerwehren“ veröffentlichte der Deutsche Feuerwehrverband im Jahr 2007 eine Handreichung zum Thema „Schwangerschaft und Feuerwehrdienst“. Die enthaltenen Empfehlungen und gesetzlichen Bestimmungen gelten noch heute in unveränderter Form, im Mittelpunkt steht dabei die Gewährleitung eines umfassenden Schutzes sowohl für die werdende Mutter als auch für das ungeborene Leben auf Basis des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) und der Mutterschutzrichtlinienverordnung. Das Dienstverhältnis einer Feuerwehrfrau zur Gemeinde ist einem Beschäftigungsverhältnis gleichzusetzen, es sind daher die gesetzlichen und arbeitsschutzrechtlichen Regelungen entsprechend anzuwenden.

 

Welche Bedingungen müssen für den Feuerwehrdienst erfüllt sein?

Als wichtigste Voraussetzung muss bei Feststellung der Schwangerschaft die Wehrführung darüber informiert werden. Kommt es zu körperlichen oder gesundheitlichen Schäden durch Unterlassung dieser Informationspflicht, so gehen diese nicht zu Lasten der Feuerwehr. In den Paragraphen 3 und 4 des MuSchG werden die weiteren Arbeitsbedingungen konkretisiert:

- Werdende Mütter dürfen in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung nicht beschäftigt werden, es sei denn, dass sie sich zur Arbeitsleistung ausdrücklich bereit erklären und keine medizinischen Gründe entgegenstehen. Die Erklärung kann jederzeit widerrufen werden.

- Nach der Entbindung dürfen Feuerwehrfrauen acht Wochen lang (bei Früh- und Mehrlingsgeburten zwölf Wochen) keinen Dienst absolvieren.

- Die Schwangere darf keine schweren Arbeiten verrichten oder bei ihrer Tätigkeit möglichen Einwirkungen von Gesundheit gefährdenden Stoffen, Strahlen oder infektiösem Material, von Staub, Gasen oder Dämpfen, von Hitze, Kälte oder Nässe, von Erschütterungen oder Lärm ausgesetzt sein.

- Das regelmäßige (5 kg) oder gelegentliche (10 kg) Heben, Bewegen oder Befördern von Lasten ist nicht zulässig.

- Es sind Arbeiten verboten, bei denen sich die Beschäftigte häufig erheblich strecken oder beugen oder bei denen sie andauernd hocken oder sich gebückt halten muss.

- Tätigkeiten mit erhöhter Unfallgefahr - zum Beispiel durch ausgleiten, fallen oder abstürzen -sind verboten.

Paragraph 8 MuSchG regelt zusätzlich die Arbeitszeiten. Tätigkeiten an Sonn- und Feiertagen sind verboten, Mehrarbeit und Nachtschichten zwischen 20 und 6 Uhr sind mit wenigen Ausnahmen für Schwangere ebenfalls tabu.

Berücksichtigt man alle aufgeführten Punkte, so ist damit die Ausübung eines regulären Einsatzdienstes nicht vereinbar. Auch im praktischen Übungsdienst dürfen viele Tätigkeiten (z.B. Atemschutz) von Schwangeren nicht mehr ausgeübt werden. Gut in Einklang zu bringen sind dagegen viele Dienste ohne körperliche Belastungen oder Gefährdungen wie zum Beispiel Dienstbesprechungen, Schulungsveranstaltungen, Objektbegehungen oder rückwärtige Dienste im Funkverkehr. Letztendlich obliegt bei den aufgeführten formalen Regelungen und deren Umsetzung sowohl der werdenden Mutter als auch den verantwortlichen Führungskräften ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein.

 

Zusammenfassung der Regelungen bei schwangeren Feuerwehrangehörigen:

• Frühzeitige Mitteilung der Schwangerschaft an Wehrführung

• Kein Feuerwehrdienst 6 Wochen vor und 8 (12) Wochen nach Entbindung

• Keine Arbeiten mit besonderen körperlichen Beanspruchungen (Kraft, Körperhaltung)

• Keine Exposition mit physikalisch, chemisch oder biologisch gefährdenden Stoffen

• Keine Nachtarbeit

• Keine Tätigkeiten mit erhöhtem Unfallrisiko

Fachempfehlung zu den Anforderungen an einen Feuerwehrarzt

Der Vorstand des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg hat eine Fachempfehlung zu den Anforderungen an einen Feuerwehrarzt beschlossen.

Diese Fachempfehlung des ärztlichen Dienstes in der Feuerwehr - Feuerwehrarzt - beschreibt die Definition, die Qualifikation, die Aufgaben, die Bestellung, die Bekleidung, die Ausstattung und die Entschädigung eines Feuerwehrarztes in Baden-Württemberg.

Die Fachempfehlung finden Sie hier und im Downloadbereich.

"Erste-Hilfe kompakt" Notfallstichwort Unterkühlung - worauf ist zu achten?

Empfehlungen des Bundesfeuerwehrarztes

Es ist eine neue Ausgabe der medizinischen Informationsserie „Erste-Hilfe kompakt“ erschienen. Diese Folge nimmt ein klassisches Winterthema auf – die Unterkühlung. Was machen wir mit Patienten, die unterkühlt sind? Worauf müssen wir achten? Was sind die Zeichen einer Hypothermie? All dies sind Inhalte der aktuellen Ausgabe.

Die aktuelle Ausgabe finden Sie hier und im Downloadbereich bei den Fachinformationen des Fachgebiets Gesundheitswesen und Rettungsdienst.

Diese und alle bislang erschienen Folgen finden Sie zum Herunterladen unter www.feuerwehrverband.de/erste-hilfe-kompakt.html.

"Erste-Hilfe kompakt" Notfallstichwort Wiederbelebung - was gibt´s Neues?

Empfehlungen des Bundesfeuerwehrarztes

Es ist eine neue Ausgabe der medizinischen Informationsserie „Erste-Hilfe kompakt“ erschienen. Diese Folge beschäftigt sich mit den Ende Oktober erschienenen Reanimationsleitlinien in ihrer aktuellen Fassung. Oder anders gesagt – was gibt´s Neues bei der Wiederbelebung?

Die aktuelle Ausgabe finden Sie hier und im Downloadbereich bei den Fachinformationen de Fachgebiets Gesundheitswesen und Rettungsdienst.

Diese und alle bislang erschienen Folgen finden Sie zum Herunterladen unter www.feuerwehrverband.de/erste-hilfe-kompakt.html.

Hygiene im Einsatz - Hinweise für die Feuerwehren

Download-icon

Hygiene im Einsatz - Hinweise für die Feuerwehren (PDF)