Verbandsversammlung 2019

Herzlich willkommen in Heilbronn zur Verbands- und Vereinsversammlung 2019

Vom 10. bis 12. Oktober 2019 sind die Feuerwehren des Landes in Heilbronn zu Gast. Denn: Die Stadt und der Landkreis Heilbronn werden die Vereins- und Verbandsversammlung des Landesfeuerwehrverbands Baden-Württemberg ausrichten. Es wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Ihnen ein besonders herzlicher Gastgeber zu sein und Ihnen ein unvergessliches Event mit der besonderen Note zu bieten.

Freuen Sie sich bereits heute auf Heilbronn…
In Heilbronn verbindet sich großstädtisches Flair mit schwäbischer Gemütlichkeit. Als älteste Weinstadt Württembergs ist es eine Stadt für Genießer. Als Hauptstadt der Region der Weltmarktführer begeistert Heilbronn mit Erfindergeist und High-Tech. Und als ehemalige Reichsstadt am Neckar hat Heilbronn eine spannende Geschichte.

…und reservieren sich diesen Termin im Kalender.
Am 12. Oktober werden vormittags der Regularienteil des Landesfeuerwehrverbandes sowie die Versammlung des Vereines Baden-Württembergisches Feuerwehrheim abgehalten. Um 14.00 Uhr beginnt der repräsentative Teil der Versammlung des Landesfeuerwehrverbandes. Dr. Hans-Georg Häusel wird in diesem Jahr das Impulsreferat halten mit dem Titel „Denkste! Wie (Bauch-) Entscheidungen im Gehirn wirklich fallen.“

Bereits am Freitag, 11. Oktober 2019 führt der Landesfeuerwehrverband seine beliebte Fortbildungs- und Diskussionsveranstaltung für die Führungskräfte der Feuerwehren unseres Landes durch. In Heilbronn erwarten Sie spannende Referate „rund um die Feuerwehr“ von hochkarätigen Referenten. Die Themen wurden von Praktikern für Praktiker durch das Präsidium des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg festgelegt. Sie dürfen gespannt sein!

Attraktives Rahmenprogramm
Während wir uns aufmerksam weiterbilden, können sich unsere Partnerinnen und Partner die schönen Seiten des Landkreises ansehen. Am 11. Oktober und 12. Oktober erwartet Sie jeweils ein Tagesprogramm mit sehenswerten Stationen des Landkreises Heilbronn – sei es eine Stadtführung in Bad Wimpfen, eine Werksbesichtigung bei AUDI oder ein Spaziergang durch Heilbronn.

Benötigen Sie eine Übernachtungsmöglichkeit? Jetzt buchen!
Wie bereits kommuniziert, haben wir in Absprache mit dem ausrichtenden Kreisfeuerwehrverband Heilbronn für Sie Hotelkontingente in ausreichender Zahl reserviert. Diese können Sie mindestens bis zum 18. Juli 2019 direkt bei den betreffenden Hotels abrufen. Bitte gehen Sie rechtzeitig auf die betreffenden Hotels zu und reservieren Sie sich dort direkt die von Ihnen benötigten Zimmer. Alle notwendigen Informationen zur Buchung sind im Gesamtprogramm enthalten.

Wir laden Sie schon heute sehr herzlich nach Heilbronn ein. Es erwarten Sie neueste Informationen sowie Wahlen und Beschlüsse. Seien Sie dabei. Wir freuen uns auf die Begegnungen und Gespräche mit Ihnen.

Das Gesamtprogramm der Verbands- und Vereinsversammlung finden Sie hier.

Für Ihre Anmeldung setzen Sie sich bitte mit dem Vorsitzenden Ihres Kreis- oder Stadtfeuerwehrverbandes in Verbindung.


Heilbronn - eine Stadt im Aufbruch

Heilbronn von oben

Das Käthchen, der Neckar und der Wein - lange hat dieses Trio das Image der Stadt Heilbronn geprägt. Längst gilt die weltoffene Stadt mit ihren über 125.000 Einwohnern aber auch als „Boomtown“. Die rasanten Entwicklungen im Bereich Bauen, Wohnen und Arbeiten verschaffen ihr den Titel „dynamischste Stadt Südwestdeutschlands“. Mit neun Stadtteilen auf rund 100 km² Fläche ist Heilbronn eine der Großstädte in Baden-Württemberg.

Neuansiedlungen von Global Playern sowie von jungen innovativen Unternehmen aus Zukunftsbranchen lassen die Wirtschaft im Oberzentrum der Region Heilbronn-Franken wachsen. Die zügige Expansion des Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung zieht immer mehr junge Menschen in die Stadt. Ein echter Coup ist der Stiftung mit der Ansiedlung der TU München gelungen, einer der renommiertesten Universitäten weltweit.

Zur Bundesgartenschau 2019 heißt Heilbronn ein Millionenpublikum willkommen. Große Gartenkunst, Architektur vom Feinsten, über 5.000 Veranstaltungen, Skulpturen international gefeierter Künstler, faszinierende Wasserspiele und vieles mehr versprechen einen wundervollen Tag für die ganze Familie.

Mitten in der Innenstadt lädt die neu gestaltete Neckarmeile zum Flanieren und Verweilen in einem der gemütlichen Restaurants und Cafés ein. Durch die spektakuläre Erweiterung der Experimenta zu Deutschlands größtem Science Center ist ein einzigartiger Besuchermagnet entstanden. Kulturfans freuen sich über die vielfältigen Angebote des weltweit gefragten Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn, der Städtischen Museen, des Theaters und vieler weiterer Anbieter. Zur hohen Lebensqualität gehört auch die jahrhundertealte Weinkultur. Beim Weindorf rund um das historische Rathaus und in den urigen Besenwirtschaften der lokalen Weingärtner ist ihr besonderer Charme zu erleben.

Der Landkreis Heilbronn besticht durch seine Vielfalt

Neckartal bei Gundelsheim
Blick ins Zabergäu

Der im Norden des Landes gelegene Landkreis Heilbronn gilt als Baden-Württemberg im Kleinen. Auf rund 1.100 km² spiegelt sich die Vielfalt des gesamten Landes wider: Einer starken und expandierenden Wirtschaftsregion steht eine reizvolle Landschaft mit schmucken Städten und Gemeinden gegenüber. Deshalb verwundert es nicht, dass es immer mehr Menschen hierher zieht. In den letzten Jahren ist die Einwohnerzahl auf rund 340.000 gestiegen. Diese verteilen sich auf 46 Städte und Gemeinden, darunter die großen Kreisstädte Bad Rappenau, Eppingen und Neckarsulm.

Der Landkreis Heilbronn ist einer der stärksten Wirtschaftsstandorte in Baden-Württemberg und ganz Deutschland. Gründe hierfür sind die strategisch günstige Lage an wichtigen Verkehrsknotenpunkten und vor allem die Mischung aus weltbekannten Unternehmen und einem starken, breit aufgestellten Mittelstand in den Bereichen Automotive, Elektro, Dienstleistungen, Handel sowie der Luft- und Raumfahrt, die das Rückgrat der Wirtschaftskraft bildet. Die klein- und mittelständischen Unternehmen bieten zudem ein großes Potential an Arbeitsplätzen.

Die Attraktivität des Landkreises ergibt sich aber vor allem auch aus einer hohen Lebensqualität. Wer Naturerlebnisse sucht, findet sie in den reizvollen Landschaften des Kraichgaus und Zabergäus, der Löwensteiner Berge und in den Flußtälern von Neckar, Kocher, Jagst und Sulm. Die 46 Städte und Gemeinden sind reich an Kultur und Geschichte: Prächtige Fachwerkhäuser, Burgen und Schlösser sind Zeugen einer großen Vergangenheit. Neben der Industrie hat auch die Landwirtschaft eine große Bedeutung. Auf über 50 % der Fläche gedeihen Getreide, Kartoffeln und insbesondere Wein. Die Stadt Heilbronn hat die größte Rebfläche einer Großstadt in Deutschland, Brackenheim ist die größte Weinbaugemeinde Württembergs, die größte Rotweingemeinde Deutschlands und die größte Lembergergemeinde der Welt und die Staatliche Weinbauschule in Weinsberg ist die älteste in Deutschland. In Weinsberg ist auch der Sitz des Württembergischen Weinbauverbandes mit 16 500 Verbandsmitgliedern.

Entstanden ist so eine Kulturlandschaft, die Herz und Seele erfreut, ein Landkreis, in dem man gerne wohnt, arbeitet und lebt.

Stadt- und Landkreis Heilbronn sind gut in die nationalen und internationalen Verkehrswege eingebunden. Die beiden Autobahnen A6 und A81 durchziehen den Landkreis Heilbronn in West-Ost- beziehungsweise Nord-Süd-Richtung. Beide Verkehrswege treffen am Autobahnkreuz Weinsberg zusammen. Die Landeshauptstadt Stuttgart ist per Bahn fast durchgängig im 30-Minuten-Takt erreichbar; auch zu den IC/ICE-Bahnhöfen Heidelberg und Mannheim besteht eine stündliche Verbindung. In Verbindung mit dem Heilbronner Hafen steht der einheimischen Wirtschaft auch der Neckar als Transportweg zur Verfügung.

Die Feuerwehren im Stadt- und Landkreis Heilbronn - moderne Dienstleister mit großer Bandbreite

Die Feuerwehr der Stadt Heilbronn besteht neben der Abteilung Berufsfeuerwehr mit 90 Einsatzbeamten, aus neun Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr in allen Stadtteilen. Die 307 Mitglieder der ehrenamtlichen Einsatzabteilungen bilden eine unverzichtbare Stütze für die Gefahrenabwehr in der Stadt. Bei allen vorstellbaren Einsatzsituationen ist die Freiwillige Feuerwehr gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr im Einsatz. Durch die stets steigenden Anforderungen im Einsatzdienst, ist eine angepasste und zielorientierte Aus- und Fortbildung notwendig. Schließlich wurde das Ehrenamt im Jahr 2018 über 570-mal alarmiert.

Auch in Sachen Nachwuchs ist die Feuerwehr Heilbronn mit 16 Mädchen und 75 Jungen bei der Jugendfeuerwehr gut aufgestellt. Dies ist auch notwendig, da die aktiven Einsatzkräfte überwiegend aus der Jugendfeuerwehr übernommen werden.

Im Jahr 2018 hatte die Feuerwehr Heilbronn insgesamt über 2.400 Einsätze zu bewältigen. Diese Entwicklung entspricht auch den landesweiten Trends: Stetiger Anstieg bei den Gesamteinsatzzahlen, darunter vor allem Steigerungen im Bereich technische Hilfeleistung und Steigerung der sonstigen Einsätze, welche auch durch die häufigeren Extremwetterereignisse verursacht werden. Um den Bürgerinnen und Bürgern stetig eine schnelle und professionelle Hilfe gewährleisten zu können, muss die Feuerwehr ebenso stetig wachsen und weiterentwickelt werden.

Geschichtlich betrachtet verfügte die Stadt bereits im Jahr 1460 über eine Feuerschutzordnung. Eine mit sechs Spritzenfahrzeugen ausgestattete spezielle Löschtruppe wurde im Jahr 1847 gegründet. Nach unterschiedlichen Standorten wie im Hafenmarkt, der Wilhelm- und Südstraße fand 1959 die Einweihung der Hauptfeuerwache am jetzigen Standort in der Beethovenstraße statt. 1971 wurde die Berufsfeuerwehr eingerichtet. 

Im Jahr 1989 konnte der Um- bzw. Neubau und somit auch die Erweiterung der Hauptfeuerwache feierlich eingeweiht werden. Aktuell befinden sich auf dem Gelände die Fahrzeughallen mit modernen Einsatzfahrzeugen sowie eine der beiden zentralen Schlauchwerkstätten und die Atemschutzwerkstatt für den Stadt- und Landkreis Heilbronn. Des Weiteren gibt es verschiedene Werkstätten zur Instandhaltung und Prüfung von Fahrzeugen, Gerätschaften und den acht weiteren Feuerwehrhäusern. Die Atemschutzübungsanlage und die Lehrsäle werden für die ständige Aus- und Fortbildung von Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren sowie von Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr genutzt.

Zur Erhaltung der körperlichen Fitness gehört Dienstsport bei der Berufsfeuerwehr zum Arbeitsalltag. Aber auch die Freiwillige Feuerwehr nutzt die vorhandenen Möglichkeiten, wie den  Sportraum mit verschiedenen Trainingsgeräten oder die kleine Sporthalle für verschiedenste Aktivitäten.

Da der Stadt- und Landkreis Heilbronn neben dem Neckar auch über zahlreiche Nebenflüsse und Seen mit Bademöglichkeiten verfügt, wurden 1974 die ersten Feuerwehrtaucher ausgebildet. Aktuell decken 47 Taucher, verteilt auf drei Wachabteilungen und den Tageseinsatzdienst, die aufkommenden 15-20 Wasserrettungseinsätze pro Jahr ab.

Um die vielfältigen Sonderaufgaben erfüllen zu können, greift die Feuerwehr Heilbronn auf die Unterstützung der neun Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr zurück. Ein gut abgestimmtes Zusammenspiel zwischen dem Ehrenamt und der Berufsfeuerwehr ist hierbei unabdingbar.  Hierunter zählen zum Beispiel eine Wasserförderungskomponente mit dem Holland Fire System (HFS), die Bedienung der Sandsackfüllmaschine auf dem Abrollbehälter „Sandsack/Energie“ aber auch die Besetzung des großen Einsatzleitwagen mit einer Fernmeldegruppe.  Zur weiteren Führungsunterstützung bei Großschadenslagen kann eine Führungsunterstützungseinheit, welche sich aus Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr zusammensetzt, angefordert werden.

Bei Einsätzen mit austretenden Gefahrstoffen ist das Ehrenamt ebenfalls gefragt. Drei verschiedene Abteilungen übernehmen bei solchen Einsätzen die Messtechnik, die Dekontamination von Einsatzkräften und teilweise auch das Vorgehen im Gefahrenbereich mit besonderer Schutzkleidung.

Als jüngste Sondereinheit wurde in diesem Jahr eine Drohnengruppe gegründet. Neben der Unterstützung bei Personensuchen soll die Drohne zur Lageerkundung bzw. Dokumentation eingesetzt werden.

Ohne ehrenamtliches Engagement wäre es nicht möglich ein solch umfassendes Aufgabenportfolio abzudecken.

Neben den typischen Feuerwehraufgaben, stellt die Feuerwehr Heilbronn mit ihrem hauptamtlichen Personal auch die Feuerwehrdisponenten für die Integrierte Leitstelle des Stadt- und Landkreises Heilbronn (ILS). Am 26. Juli 2010 fand der Spatenstich zum Bau der neuen Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst statt. Der Startschuss für das Gebäude in dem  Betriebs-, Büro- und Technikräume auf 450 Quadratmeter Fläche im Obergeschoss und Fahrzeugstellplätzen im Erdgeschoss war gefallen. Die feierliche Einweihung fand an dem einprägsamen Datum 13.12.2011 um 10 Uhr statt. In der ILS werden jährlich nahezu 400.000 Notrufe und Gespräche geführt. Aus diesen resultieren wiederum insgesamt 120.000 Rettungsdienst- und Feuerwehreinsätze im gesamten Stadt- und Landkreis Heilbronn mit mehr als 465.000 Einwohnern.

Die 45 Freiwillige Feuerwehren im Landkreis Heilbronn decken 1.100 Quadratkilometern mit rund 341.000 Einwohnern ab. Dafür stehen rund 4.200 Feuerwehrangehörigen in den Einsatzabteilungen rund um die Uhr für alle Einsatzlagen zur Verfügung. Hinzu kommen 1.295 Jungendfeuerwehrangehörige in 15 Kinder- und 45 Jugendfeuerwehren und 1.097 Kameraden in den Alterswehren. Verschiedene Betriebe halten darüber hinaus noch über 415 Einsatzkräfte aus den 7 Werkfeuerwehren vor. In Summe verfügen Stadt- und Landkreis Heilbronn somit über mehr als 5.000 aktive Einsatzkräfte in Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr.

Wie in allen Bereichen des öffentlichen Lebens, sei es bei den Hilfsorganisationen oder Vereinen, ist die jeweilige Organisation nur so lange so gut und stabil, wie es auch Menschen gibt, welche diese mit Leben füllen und bereit dazu sind, sich dort auch über die Maße hin einzubringen. Die eingangs aufgeführten Zahlen, spiegeln diese Stabilität und Bereitschaft der ehrenamtlichen Feuerwehrleute deutlich wider. Erfreulich ist die stetig ansteigende Zahl der weiblichen Angehörigen der Einsatzabteilungen sowie bei den Kinder- und Jugendfeuerwehren.

Die topographische Lage des Landkreis Heilbronn mit verschiedenen Erhebungen, aber auch die Verkehrslage mit Bundesautobahnen, Bundes- und Landstraßen, der Bundeswasserstraße Neckar und diverse Bahnlinien, fordern die Freiwilligen Feuerwehren regelmäßig.  Dazu kommt noch die wirtschaftliche Lage im Landkreis Heilbronn, mit verschiedenen Industriezweigen, wie z.B. der Automobilindustrie, der chemischen Industrie aber auch mit kerntechnischen Anlagen. Also ein breites Aufgabenspektrum für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte und Angehörige der Werkfeuerwehren.

Um den verschiedenen Anforderungen auch gerecht werden zu können und wirtschaftlich zu arbeiten, werden bei den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis aber auch bei den Werkfeuerwehren an verschiedenen Standorten diverse Sonderfahrzeuge vorgehalten, welche im Rahmen der Überlandhilfe bei Bedarf im ganzen Landkreis für den Einsatz angefordert werden können.

Neben den obligatorischen Löschfahrzeugen, welche immer mehr auch für Einsätze der technischen Hilfeleistung mit konzipiert sind, kommen hier verschiedene Rüstfahrzeuge, Hubrettungsfahrzeuge und Sonderfahrzeuge zum Einsatz. Bei der Beschaffung dieser Fahrzeuge wird hier immer häufiger der Weg der interkommunalen Zusammenarbeit gegangen, um den Aufwand für die Planungen und Ausschreibungen für ein baugleiches Fahrzeug zu minimieren und wirtschaftlich zu halten.

Das Aufgabengebiet der Feuerwehren hat sich über die Jahre hin vom eigentlichen Retten und Löschen in ein viel umfangreicheres Tätigkeitsfeld gewandelt und erweitert. Da aber nicht jede Kommune aus wirtschaftlicher Sicht für jede erdenkliche Schadenslage das entsprechende Einsatzmaterial, den dafür erforderlichen Fuhrpark und in der Hauptsache auch nicht das hierfür ausgebildete Personal vorhalten kann, gibt es im Landkreis Heilbronn verschiedene Fachgruppen.

 

Fachgruppen Gefahrstoff:
In Bad Rappenau und in Weinsberg sind im Einzugsgebiet der Bundesautobahnen A 6 und A 81 Gerätewagen-Gefahrgut (GW-G) und in Weinsberg zudem noch ein Gerätewagen Dekon Personen (GW-Dekon P) und ein ABC-Erkundungskraftwagen (ABC-ErkKW) stationiert. Die Gerätewagen Messtechnik (GW-Mess) des Landkreis Heilbronn, die von Lauffen a. N. und Neckarsulm zum Einsatz ausrücken, komplettieren die Gefahrstoffeinheit des Landkreis Heilbronn. Unterstützt werden die Gefahrstoffeinheiten zudem noch von den Fachberatern Chemie, Dr. Stefan Sendelbach, Thomas Epple (beide FF Neckarsulm), Sigrid Aßfalg (FF Schwaigern) und Michael Hilpert. Dies hat den Vorteil, dass die Gefahrstoffkomponenten über den gesamten Landkreis Heilbronn verteilt sind und im Bedarfsfall in verschiedenen Konstellationen gemeinsam alarmiert werden können. Durch regelmäßige Übungsdienste, Sonderausbildungen und gemeinsame Übungswochenenden, halten sich die Kräfte der Fachgruppen Gefahrstoff immer auf dem aktuellen Stand.

Fachgruppe Elektrotechnik:
Als weitere Spezialisten können die Einsatzkräfte der Fachgruppe  Elektrotechnik der Feuerwehr Neckarsulm alarmiert werden. Diese Fachgruppe, welche sich mit den Gefahren von elektrischen Strom für Einsatzkräfte und Geschädigten an der Einsatzstelle befasst, wurde im Jahr 2011 von Siegfried Kern aufgebaut. Als Fachleute für Photovoltaikanlagen, Energiespeicher, Elektrofahrzeuge aber auch für Elektroinstallationen oder Leitungsverbindungen, können sich die jeweiligen Einsatzleiter der Unterstützung der Fachgruppe an der Einsatzstelle bedienen.

Fernmeldegruppe Landkreis Heilbronn:
Auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Neckarsulm ist der vom Landkreis Heilbronn unterhaltende Einsatzleitwagen 2 (ELW 2) stationiert. Dieses Fahrzeug kommt immer dann unterstützend zum Einsatz, wenn größere, örtlich begrenzte Schadensereignisse oder Katastrophen bewältigt werden müssen und hierzu geeignete Führungs- und Kommunikationsmittel erforderlich sind. Die Fernmeldegruppe unterstützt mit Personal und Technik die Einsatzleitungen vor Ort und trägt somit auch zur Entlastung der Integrierten Leitstelle (ILS) bei entsprechenden Schadenslagen bei.

Für die Bekämpfung von Großschadenslagen, wie Groß-/Industriebrände aber auch in der technischen Hilfeleistung bei Massenkarambolagen stehen im Landkreis Heilbronn sogenannte Überlandhilfelösch- und -rüstzüge zur Alarmierung bereit. Entsprechend der Alarm- und Ausrückordnung (AAO) sind diese Züge so konzipiert, dass von verschiedenen festgelegten Feuerwehren die entsprechenden Fahrzeuge zur Unterstützung der örtlichen Wehr ausrücken können, jedoch die Grundversorgung für das eigene Einsatzgebiet aufrecht erhalten bleibt.


Werkfeuerwehren
Die Werkfeuerwehren halten, zugeschnitten auf das jeweilige Firmeportfolio, diverse Sonder- und Spezialfahrzeuge vor, die es im Stadt und Landkreis so nicht gibt. Die Werkfeuerwehr Audi verfügt z. B. über eine Teleskopmast  Bei der Werkfeuerwehr der EnBW Kernkraft GmbH im Kernkraftwerk Neckarwestheim (GKN) stehen neben zwei Sonderlöschfahrzeugen Schaum (SLF-Schaum) mit jeweils 2.500 Liter AFFF-Schaummittel auch ein spezieller Gefahrstoffanhänger bereit. Mit einem Trockentanklöschfahrzeug (TroTLF 16/35) mit einem Pulvertank mit 750 Kg Löschpulver, 3.500 Liter Wasser und 230 Liter Schaummittel, kann die Werkfeuerwehr der KS Kolbenschmidt GmbH bei verschiedene Schadenslagen im Werk oder im Rahmen der Überlandhilfe unterstützen. Das sind nur ein paar Beispiele der Werkfeuerwehren, welche durch die Werkfeuerwehren des Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), des Klinikum am Weissenhof, der Firma Söhner (Soehnergroup) und der Firma Solvay Fluor GmbH vervollständigt werden.

Dank der gut ausgebildeten Einsatzkräfte Feuerwehren, dem stetigen Miteinander und einer gesunden Kameradschaft, konnten den bisherigen Einsatzanforderungen immer erfolgreich getrotzt werden.

Diese Vorstellung der Freiwilligen Feuerwehren stellt nur einen kleinen Ausschnitt des vielseitigen Aufgabenspektrums dar. Weitere Infos zu unseren Feuerwehr finden Sie über die Seite des Kreisfeuerwehrverband Heilbronn unter https://www.kfv-heilbronn.de

Verfasser: Jürgen Vogt und Michael Kenngott, KFV Heilbronn